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Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen im Land geringer

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Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern fällt in Sachsen-Anhalt weiter deutlich geringer aus als im bundesweiten Schnitt. Die Einkommenslücke, der sogenannte Gender Pay Gap, lag 2021 deutschlandweit bei 18 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 7 Prozent nach 8 Prozent im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Montag in Halle mitteilte. Unter den fünf östlichen Bundesländern sei der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied in Sachsen-Anhalt am höchsten ausgefallen, gefolgt von Sachsen mit 6 Prozent.

Magdeburg/Wiesbaden - Seit Beginn der Berechnung stieg der Verdienstunterschied in Sachsen-Anhalt im Gegensatz zum sinkenden Niveau im Bundesdurchschnitt, wie es weiter anlässlich des Equal Pay Day am 7. März hieß, einem Aktionstag für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. 2006 habe der Gender Pay Gap (GPG) in Sachsen-Anhalt bei 3 Prozent gelegen, auf Bundesebene bei 23 Prozent.

Frauen verdienten laut dem Statistischen Landesamt 2021 in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 17,31 Euro je Stunde brutto, bei den Männern betrug der durchschnittliche Bruttostundenverdienst 18,69 Euro je Stunde und damit 1,38 Euro mehr. Die Verdienstunterschiede können laut dem Statistischen Landesamt auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden: Unterschiede in den Erwerbsbiografien, die Wahl der Berufsfelder sowie die Erwerbsmöglichkeiten in den regionalen wirtschaftlichen Strukturen spielten eine Rolle. Auch Fragen der Gleichbehandlung und das soziale Umfeld könnten zu unterschiedlichen Karriereverläufen und Verdienstunterschieden führen.

Die Statistiker zeigten auch auf, dass neben dem vergleichsweise geringen GPG Frauen und Männer in Sachsen-Anhalt deutlich weniger verdienen als in westlichen Bundesländern mit einer größeren Kluft. Bei einem GPG von 21 Prozent in Hamburg etwa verdienten Frauen dort mit 21,44 Euro je Stunde im Durchschnitt 24 Prozent mehr als Frauen in Sachsen-Anhalt und auch 15 Prozent mehr als sachsen-anhaltische Männer. Im Bundesdurchschnitt verdienten Frauen den Angaben zufolge brutto 19,12 Euro je Stunde, das seien zehn Prozent mehr gewesen als der Verdienst der in Sachsen-Anhalt arbeitenden Frauen. dpa

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