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Ein erster Schritt: Sachsen lässt mehr Zuschauer in Stadien

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Fußballfans
Fußballfans jubeln im Stadion. © Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Sachsen lässt wieder mehr Zuschauer in die Stadien und Hallen, folgt aber nur teilweise dem Stufenplan der Initiative „TeamSportSachsen“. Das bringt der Staatsregierung Lob, aber auch Kritik ein.

Leipzig - Ein erster Schritt, aber noch lange keine Normalität. So lassen sich die Reaktionen der sächsischen Proficlubs auf die Entscheidung der sächsischen Staatsregierung zusammenfassen, die ab 6. Februar wieder mehr Zuschauer in die Sportstätten lässt. Am Dienstag beschloss das Kabinett in Dresden, dass künftig bei einer Unterschreitung der Überlastungsgrenze entweder eine Auslastung bis zu 50 Prozent der Höchstkapazität, jedoch maximal 2000 Personen zeitgleich erlaubt sind, oder aber bis zu 25 Prozent der Höchstkapazität ohne weitere Beschränkungen. Nach der bisherigen Notfall-Verordnung waren in sächsischen Stadien maximal 1000 Gäste zugelassen.

Die größte Kritik an dem Passus der neuen Corona-Schutzverordnung des Freistaates kam von Fußball-Bundesligist RB Leipzig. „Die Erweiterung der Kapazität von 1000 Zuschauer hin zu einer fünfundzwanzigprozentigen Auslastung, ist zwar eine Verbesserung. Dennoch sind wir angesichts der Tatsache, dass wir in Sachsen derzeit bei der entscheidenden Kennziffer, der Auslastung der Krankenhausbetten, sogar unterhalb der sogenannten Vorwarnstufe liegen, nicht zufrieden mit der Entscheidung des Kabinetts“, teilte RB mit.

Weder auf den Intensiv- noch auf den normalen Stationen sei derzeit eine kritische Belastung festzustellen, hieß es von RB. Man habe mit der Initiative „TeamSportSachsen“ einen überaus schlüssigen Stufenplan auf Basis sachlicher und vernünftiger Erwägungen ausgearbeitet und eingereicht, der angelehnt an die aktuell pandemische Situation in Sachsen eine fünfzigprozentige Auslastung des Stadions gefahrenfrei möglich mache, ohne Probleme und ohne Risiko.

„Aus den genannten Gründen erwarten wir, dass die Politik der Gesellschaft und den Großveranstaltern unter sachlichen Gesichtspunkten einen Lichtblick in Richtung Normalität vermitteln sollte und muss. Wir alle vermissen das tolle und atmosphärische Miteinander in unserer Red Bull Arena, welches unter Berücksichtigung unseres nachweislich sehr wirkungsvollen und funktionierenden Hygienekonzepts bedenkenlos möglich ist“, hieß es in der RB-Mitteilung.

„Mit der 25-prozentigen Stadionauslastung ist zumindest wieder eine gewisse Gleichbehandlung und Verhältnismäßigkeit gegenüber anderen Branchen und anderen Bundesländern hergestellt“, sagte der Kaufmännische Geschäftsführer von Zweitligist Dynamo Dresden, Jürgen Wehlend. Dynamo kann nun knapp 7500 Zuschauer ins Stadion lassen.

Wehlend begrüßte die Tatsache, dass „unsere in den vergangenen Tagen geführten Gespräche und Telefonate mit Politikern und Kabinettsmitgliedern ihre Wirkung erzielt haben und auch der vorgelegte Stufenplan überzeugt hat“ und bezog sich dabei auf den von der Initiative „TeamSportSachsen“ vorgelegten Stufenplan.

Karsten Günther, Sprecher der Initiative und Geschäftsführer von Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig, betonte, die Entscheidung zeige, dass sich Teamwork, Beharrlichkeit und vor allem ein konstruktiver Dialog lohnen würden, um gute Lösungen zu erreichen. „Die 25-prozentige Auslastung ohne Obergrenze ist ein nächster wichtiger Schritt hin zur Normalität. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in absehbarer Zeit auch die nächsten Stufen unseres gemeinsam ausgearbeiteten Stufenplanes erreichen können“, sagte Günther. dpa

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