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Etwa 1500 Menschen bei „Friedenstag“ in Chemnitz

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Chemnitzer Friedenstag 2022
Teilnehmer einer Kundgebung der Partei „Freie Sachsen“ laufen durch die Innenstadt. © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt Chemnitz im Zweiten Weltkrieg sind nach Schätzungen etwa 1500 Menschen am Abend im Rahmen des „Friedenstags“ unter dem Motto „Miteinander statt Nebeneinander“ auf dem Chemnitzer Markt zusammengekommen.

Chemnitz - Über den gesamten Tag hinweg habe es mehrere Aufzüge und Kundgebungen an verschiedenen Orten in der Stadt gegeben, teilte die Polizei mit. Die Veranstaltungen verliefen nach Angaben der Polizei störungsfrei.

Auch mehr als 1000 Anhänger der rechtsextremen Kleinpartei „Freie Sachsen“ gingen auf die Straße. Wie die Polizei mitteilte, blieb das Geschehen bis zum Nachmittag ruhig. Die Polizei war unter anderem mit Wasserwerfern und Räumpanzern präsent, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

Der 5. März wird jedes Jahr in Chemnitz als „Friedenstag“ begangen. Dabei stand das Gedenken in diesem Jahr auch unter dem Eindruck des aktuellen Krieges in der Ukraine.

Teile von Chemnitz waren am 5. März 1945 bei Luftangriffen der Alliierten zerstört worden. Nach Angaben der Stadt starben in den Flammen und Trümmern 2100 Menschen. Mehr als 27.000 Wohnungen, viele Fabriken und Büros und öffentliche Gebäude wurden zerstört.

„Diese Nacht im Zweiten Weltkrieg veränderte für immer das Gesicht unserer Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner“, sagte der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD). Heute gehe es vor allem darum, Lehren aus der Vergangenheit für das Zusammenleben heute zu ziehen. „Ein friedliches Miteinander der Gesellschaft beginnt mit ehrlicher, aber auch wertschätzender Sprache, mit Respekt voreinander. Hass und Hetze - egal gegen wen - sind nie der richtige Weg. Weder in unserer Stadt noch darüber hinaus.“ dpa

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