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Filmschaffende sorgen sich um ukrainische Kollegen

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Ukraine-Konflikt
Die Flagge der Ukraine weht im Wind. © Marijan Murat/dpa

Die Invasion Russlands in die Ukraine hat auch bei der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) Fassungslosigkeit ausgelöst. „Erschüttert und tief betroffen verfolgen wir den Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine“, sagte MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen am Freitag in Leipzig. „Unsere Gedanken sind bei allen Menschen in der Ukraine, aber auch in Russland.“

Leipzig - Die Kampfhandlungen müssten umgehend enden und die Freiheit der Menschen, der Information und Meinungsäußerung sowie des künstlerischen Ausdrucks garantiert werden. Seit ihrer Gründung 1998 hat die MDM immer wieder Projekte unterstützt, die als Koproduktionen mit der Ukraine entstanden, von ukrainischen Filmemachern realisiert oder zum Teil in der Ukraine gedreht wurden.

Tanja Georgieva-Waldhauer von Elemag Pictures aus Gera etwa arbeitet seit 2012 mit Regisseur Roman Bondarchuk und seinem Team in der Ukraine zusammen - aktuell an der Koproduktion „The Editorial Office“. „Glücklicherweise sind Roman selbst und auch ein Großteil des Teams zumindest halbwegs in Sicherheit“, so Georgieva-Waldhauer. Es zerreiße ihr das Herz, die aktuellen Bilder zu sehen.

Am Donnerstag bekam Gunnar Dedio von LOOKSfilm in Leipzig, der derzeit unter anderem den dokumentarischen Mehrteiler „Tschernobyl“ produziert, von einem Kollegen eine Mail: „Liebe Gunnar. Leider kann ich morgen nicht zoomen. Russische und belarussische Armeen bombardieren Kiew. Ich bin in Kiew. Ich weiß noch nicht, wie die Situation sein wird.“ Dedio sagt dazu: „Unsere Filme und Serien beleuchten die verschiedensten Konflikte des 20. Jahrhunderts, auch um zu lernen und uns für immer vor Krieg zu schützen. Nie hätte ich gedacht, jemals so eine Nachricht bekommen zu müssen.“ dpa

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