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In den Club trotz Corona: Erstes Party-Wochenende

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Lockerungen für Clubs
Feiernde genießen die Nacht im Club Rudas Studios. © Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Zum ersten Mal seit fünf Monaten dürfen die Clubs in Sachsen an diesem Wochenende öffnen. Doch nicht alle machen gleich die Tür auf.

Leipzig - Gemeinsam tanzen, singen und schwitzen - die Clubs in Sachsen stehen vor dem ersten Party-Wochenende seit Anfang November. „Die Leute sind völlig verrückt und warten darauf“, sagte Steffen Kache vom Bundesverband LiveMusikKommission, der in Leipzig den Club Distillery betreibt. Die seit Freitag geltende Corona-Verordnung erlaubt den Betrieb ohne Mindestabstand und Masken. Allerdings gilt 2G plus - Geimpfte und Genesene brauchen zusätzlich einen Test oder müssen eine Auffrischungsimpfung nachweisen können.

Kache sagte, es hätten zwar einige Clubs für dieses Wochenende ihre Öffnung geplant, aber nicht alle. „Es gibt viele elektronische Clubs, die recht schnell öffnen können, weil sie auch DJs aus der Region buchen können.“ Schwerer sei es für diejenigen, die vor allem auf Live-Musik setzten. „Solange es noch keine bundesweit einheitlichen Regelungen gibt, bleibt es schwierig, Konzerttouren zu organisieren.“

Hinzu komme der Fachkräftemangel - wegen der langen coronabedingten Schließungen hätten sich gerade Solo-Selbstständige aus der Sicherheits- oder Technikbranche einen neuen Job gesucht. „Da haben wir noch ein großes Problem vor uns“, sagte er. Die Distillery habe insgesamt Glück und den großen Teil ihrer Leute behalten.

Dass den Menschen wegen des Kriegs in der Ukraine die Lust aufs Feiern vergangen sei, glaube er nicht, sagte Stache. „Kunst und Kultur haben die Aufgabe, sich auch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.“ Es gehe auch nicht um „blindes Feiern“, sondern um das Gemeinschaftsgefühl in dieser Zeit. Und: Die Distillery werde eine Spendenbox für die Ukraine aufstellen. dpa

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