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Kretschmer lehnt Boykott von russischem Gas weiter ab

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Sachsens Ministerpräsident Kretschmer
Michael Kretschmer nimmt in der Sächsischen Staatskanzlei an einer Pressekonferenz teil. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lehnt einen Boykott von Gas aus Russland weiter ab. „Die zerstörerische Wirkung dieser extrem hohen, völlig außer Rand und Band geratenen Energiepreise auf die deutsche Volkswirtschaft, auf die europäische Volkswirtschaft, auf uns alle als Verbraucher, die wäre so verheerend, dass man diesen Weg nicht gehen kann“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

Berlin - Wenn Deutschland aus den vergleichsweise günstigen Lieferverträgen mit Russland ausstiege, müssten neue Verträge zu viel schlechteren Konditionen geschlossen werden.

Die USA hatten als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine am Dienstag ein Importverbot für Öl aus Russland erlassen. Auch Großbritannien will seine Öl-Importe aus Russland bis Jahresende zunächst senken und dann kein Öl mehr von dort importieren. Kretschmer warb auch dafür, einen neuen Umgang mit Russland zu finden. „Ein Russland, was überhaupt keine Handelskontakte, was keine Abhängigkeit von Europa hat, was nicht auf uns bezogen sein wird, ist sicherlich nicht verlässlicher.“ Die Abhängigkeit müsse reduziert werden, es dürfe aber nicht alles zerschlagen werden. dpa

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