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Viel Zulauf für Hotels und Gaststätten an Ostern erwartet

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Gastronomie
Zwei Gäste stoßen auf der Terrasse mit Bier an. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Die Ostertage samt Ferien nutzen viele Menschen für einen Urlaub oder für Ausflüge in Sachsen. So sind Hotels, Pensionen und Gaststätten gut gebucht. Doch kehren bald auch Geschäftsreisende und Gäste aus dem Ausland wieder in größerer Zahl zurück?

Dresden - Sachsens Gastgewerbe erwartet an den Ostertagen und in den Ferien regen Zulauf. „Wir hören durch die Bank positive Signale“, sagte die Chefin der Tourismus Marketing Gesellschaft, Veronika Hiebl, der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem die ländlichen Regionen seien derzeit bei Urlaubern und Ausflüglern gefragt, etwa das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz und die Oberlausitz. Dabei stünden Aktiv-Angebote hoch im Kurs. Gefragt seien auch Ausflugsziele wie Zoos, Freizeitparks und Brauchtum wie das Osterreiten. Die gute Buchungslage zu Ostern stimme positiv auf die weitere Entwicklung dieses Jahres. Vom Niveau vor der Corona-Pandemie sei die Branche insgesamt aber noch weit entfernt, betonte Hiebl.

Während Privatpersonen und Familien rege im Inland Urlaub machten, fehle es im Vergleich zu früher noch an Geschäftsreisenden, etwa als Messebesucher, ebenso wie Gästen aus dem Ausland, erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes, Axel Klein. Über Ostern seien die Hotels allerdings gut gebucht, auch die Gaststätten hätten viele Reservierungen an den Feiertagen. „Schönes Wetter wäre da noch das Sahnehäubchen. Dann wäre Ostern perfekt“, betonte Klein mit Blick auf den Betrieb von Biergärten.

Während viele Menschen an den Wochenenden und an Feiertagen wieder ins Restaurant gingen, mangele es den Gastwirten unter der Woche noch an Kunden. Vor allem ältere Menschen seien oftmals zögerlich nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie. Ostern selbst habe für das Gastgewerbe in vielen Regionen Signalwirkung, sagte Klein: „Jetzt geht es wieder los.“

Tourismus-Expertin Hiebl rechnet allerdings damit, dass es dieses Jahr beim Urlaub die Menschen wieder verstärkt ins Ausland zieht und der Trend zum Inlandstourismus, den es während der Corona-Pandemie gab, nachlässt. Deswegen werbe auch die Tourismus Marketing Gesellschaft wieder stärker im Ausland um Besucher, besonders in den Nachbarländern, erläuterte sie. Gäste aus dem Ausland seien vor allem für den Städtetourismus eine wichtige Zielgruppe.

„Die Urlaubslust der Menschen ist so hoch wie noch nie in den vergangenen zwei Jahren“, sagte Hiebl. Mit dem Krieg in der Ukraine und steigenden Preisen in vielen Lebensbereichen gebe es allerdings Unwägbarkeiten für die weitere Entwicklung im Tourismus. Dass die Menschen an ihrem Jahresurlaub Abstriche machen, glaube sie nicht. Doch könnte etwa bei Kurzurlauben stärker gespart werden.

Auch ein anderer Trend macht die Arbeit für das Gastgewerbe zunehmend schwierig: „Die Urlaubsentscheidung wird immer kurzfristiger getroffen“, sagte Hiebl. Wer derzeit allerdings noch ein Hotel oder eine Ferienwohnung für die Osterferien in Sachsen sucht, habe gute Chancen noch etwas zu finden, versicherte sie ebenso wie Dehoga-Hauptgeschäftsführer Klein. Es gebe noch ausreichend freie Kapazitäten, so dass mit etwas Flexibilität bei der Wahl der Unterkunft auch Kurzentschlossene noch fündig würden. dpa

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