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DWD-Bilanz: Nasser und warmer Norden mit recht viel Sonne

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Sonnenschein in Kiel
Eine Frau geht bei Sonnenschein durch den Schlossgarten in Kiel. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Die Daten des Deutschen Wetterdienstes kommen nicht überraschend: Der Winter im Norden war ziemlich nass. Und er war auch noch überdurchschnittlich warm. Dafür gab es deutlich mehr Sonne als in einer anderen Region im Norden.

Kiel/Büsum - Schlitten fahren und Eislaufen auf zugefrorenen Seen - das war in diesem Winter im Norden Deutschlands eher kein Thema. Stattdessen war in Schleswig-Holstein im Dezember, Januar und Februar der Regenschirm gefragt. Im Winter 2021/2022 hatten die Klima-Experten für das Bundesland eine durchschnittliche Temperatur von 4,2 Grad Celsius gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in seiner vorläufigen Winterbilanz mitteilte. Das sind 3,3 Grad Celsius mehr als im Vorjahr. Bundesweit lag die durchschnittliche Wintertemperatur bei 3,3 Grad Celsius.

Auch bei den Niederschlagszahlen schwimmt Schleswig-Holstein bei den nassesten Regionen Deutschlands mit. Knapp 260 Liter pro Quadratmeter hatte es in den drei Wintermonaten geregnet. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 180 Liter pro Quadratmeter. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei rund 200 Litern pro Quadratmeter.

Dafür gab es im Norden allerdings mehr Sonne als beispielsweise in Hamburg. Fast 155 Stunden lang war sie im Winter in Schleswig-Holstein zu sehen. Und damit 11 Stunden mehr als im Winter 2020/2021 und ganze 30 Stunden mehr als in Hamburg in diesem Winter.

Durch den Norden war in diesem Winter zudem eine Serie von Sturm- und Orkantiefs gefegt, die auch eine schwere Sturmflut mit sich brachten. Dem DWD zufolge kam es beispielsweise in Büsum im Kreis Dithmarschen Mitte Februar zu Orkanböen von bis zu 143,8 Stundenkilometern. dpa

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