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Flughafen Hamburg: Sicherheitspersonal streikt am Dienstag

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Flughafen Hamburg
Reisende stehen in langen Schlangen vor dem Check-In im Flughafen Hamburg. © Christian Charisius/dpa/Archivbild

Ohne Fluggastkontrolle keine Flüge: Schon in der vorigen Woche hatten an mehreren deutschen Flughäfen Sicherheitskräfte die Arbeit niedergelegt. Am Dienstag ist es erneut so weit.

Hamburg - Reisende müssen sich am Dienstag abermals auf einen Ausfall aller Abflüge und Verzögerungen am Hamburger Airport einstellen. Im laufenden bundesweiten Tarifkonflikt der Sicherheitskräfte an Flughäfen ruft die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte in der Fluggastkontrolle und der Personal- und Warenkontrolle zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Auch an sieben anderen deutschen Verkehrsflughäfen sollen die Kontrolleure den ganzen Tag die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte.

Wegen des Warnstreiks bleibt die Sicherheitskontrolle für die Passagiere ganztägig geschlossen, wie der Flughafen am Nachmittag ankündigte. „Weil die Fluggäste die bestreikte Kontrollstelle nicht passieren können, werden morgen keine Abflüge ab Hamburg Airport stattfinden.“ Ursprünglich waren für Dienstag 88 Abflüge vorgesehen. Ankünfte seien weiterhin möglich, aber es seien streikbedingt Flugstreichungen und deutliche Verzögerungen möglich. Bis zum frühen Abend waren nach Airport-Angaben 10 der 89 geplanten Ankünfte gestrichen.

In Hamburg hatte schon am vergangenen Dienstag (15. März) ein vergleichbarer Warnstreik für einen Ausfall aller geplanten Flüge gesorgt. Das hatte Nachwirkungen bis zum nächsten Tag: Weil viele umgebuchte Passagiere fliegen wollten und außerdem Ferienflüge nachgeholt wurden, gab es den ganzen Tag lang ungewohnt lange Schlangen. Der Flughafen hatte Passagiere deswegen aufgefordert, mindestens zweieinhalb Stunden vor Abflug am Airport zu sein.

Der Rat an Reisende lautet daher wie in der vorigen Woche: „Alle Fluggäste, die am Dienstag ab Hamburg starten wollten, werden gebeten, schnellstmöglich Kontakt zu ihrer Fluggesellschaft aufzunehmen und bei einer Flugstreichung nicht zum Flughafen zu kommen.“ Auch für den Tag nach dem Warnstreik stimmt der Airport Fluggäste auf lange Wartezeiten ein und empfiehlt, frühzeitig anzureisen und mehr Zeit einzuplanen.

Außerdem sollen Frankfurt, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf und Köln/Bonn bestreikt werden. Die Warnstreiks sind Teil des Tarifkonflikts zwischen Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Gewerkschaft verhandelt mit dem Arbeitgeberverband über einen neuen Tarifvertrag für bundesweit rund 25.000 Sicherheitskräfte. Vier Verhandlungsrunden waren bisher ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten wollen sich am Donnerstag (24. März) in Raunheim bei Frankfurt erneut treffen. dpa

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