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Grippesaison im Norden weitgehend ausgefallen

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Händedesinfektion
Eine Frau desinfiziert sich die Hände. © Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Die Grippe hat im vergangenen Winterhalbjahr in Schleswig-Holstein kaum eine Rolle gespielt. Von Oktober bis April seien im Norden nur 214 Infektionen registriert worden, wie die AOK Nordwest am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts mitteilte.

Kiel - Als Grund für das Ausbleiben der Grippewelle nannte die AOK die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. In der Grippe-Saison des Vorjahres hatte es sogar nur acht Grippefälle in Schleswig-Holstein gegeben. Vor der Pandemie seien es mehr als 4200 Fälle gewesen. „Durch die Abstands- und Hygieneregeln, Kita- und Schulschließungen im Rahmen der Corona-Pandemie sind viele Infektionskrankheiten wie die Virusgrippe Influenza deutlich zurückgedrängt worden“, teilte AOK-Vorstandschef Tom Ackermann mit.

Allerdings gehen Experten nach Angaben der Krankenkasse davon aus, dass die Grippewelle im kommenden Winter wegen des Wegfalls der Maskenpflicht und der Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens wieder heftiger ausfallen könnte. Daher rät die AOK Nordwest zur Grippeschutzimpfung.

Ackermann begrüßte die Überlegungen der Bundesregierung, die Grippeschutzimpfung in Apotheken vom kommenden Herbst an verbindlich für alle Kassen in die Regelversorgung aufzunehmen. „Impfungen in Apotheken können einen zusätzlichen Beitrag leisten, um die Impfquoten zu erhöhen. Das zeigen auch Erfahrungen aus anderen Ländern wie Dänemark, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz.“ dpa

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