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Im Norden nur wenige Ukraine-Flüchtlinge in Unterkünften

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Sabine Sütterlin-Waack
Sabine Sütterlin-Waack, Innenministerin von Schleswig-Holstein. © Axel Heimken/dpa/Archivbild

Im Zuge des Ukraine-Krieges sind bisher nur wenige ukrainische Staatsbürger in einer schleswig-holsteinischen Landesunterkunft eingetroffen. Seit dem Beginn des russischen Angriffs am vergangenen Donnerstag sei es einer gewesen und in den Tagen davor fünf, teilte das Innenministerium am Montag mit. „Ich weiß natürlich, dass darüber hinaus im Rahmen privater Initiativen Menschen zu uns in Sicherheit gebracht worden sind“, erklärte Ministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU).

Kiel - Alle privat untergebrachten Menschen aus der Ukraine könnten sich ab sofort in kommunalen Impfzentren gegen das Coronavirus impfen lassen.

„Ich bin dankbar dafür, dass wir dies heute unkompliziert in der Landesregierung klären konnten“, sagte die Ministerin. Darüber hinaus würden in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung alle für Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet relevanten Fragen geklärt. „Sobald es beispielsweise zur Frage einer Arbeitsaufnahme konkrete Regelungen gibt, werden wir diese unverzüglich mitteilen.“

Nach ihrem bisherigen Eindruck wollten viele Ukrainer zunächst lieber in einem unmittelbaren Nachbarland die Entwicklung abwarten, erklärte Sütterlin-Waack. Abhängig von der Lage könne aber die Zahl an Schutzsuchenden auch in Schleswig-Holstein deutlich steigen. „Natürlich geht es dabei auch darum, unsere europäischen Freundinnen und Freunde in den Nachbarländern der Ukraine zu unterstützen.“

Deshalb arbeite die Landesregierung daran, die bislang ausreichenden Erstaufnahmekapazitäten jederzeit aufstocken zu können. Wer privaten Wohnraum bereitstellen wolle, solle sich zunächst bei seiner Gemeinde melden. „Ich finde es einen echten Akt der Nächstenliebe, dass solche Angebote gemacht werden“, sagte die Ministerin. „Wir können aufgrund der unklaren Lage allerdings noch nicht sagen, ob und wenn ja, in welchem Umfang von diesen Angeboten Gebrauch gemacht werden wird.“ dpa

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