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Kiel feiert Befreiungsschlag im Abstiegskampf

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Holstein Kiel - Dynamo Dresden
Die Kieler Spieler feiern den Heimsieg gegen Dresden. © Frank Molter/dpa

Holstein Kiel hat sich in der 2. Liga vorerst aus der größten Gefahr in der Abstiegszone befreit. Gegen Dresden gelingt ein wichtiges 2:1. Es ist zugleich der siebte Sieg im siebten Duell mit den Dynamos.

Kiel - Mit einem Kraftakt hat Holstein Kiel im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga den erhofften Befreiungsschlag gelandet. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit feierten die Kieler am Freitagabend einen etwas glücklichen 2:1 (0:1)-Erfolg über Dynamo Dresden und verließen den Abstiegsrelegationsplatz. Vor 8 919 am Ende zufriedenen Zuschauern brachte Heinz Mörschel (32.) die Gäste in Führung, die Benedikt Pichler (65.) und Fabian Reese (66.) binnen 96 Sekunden in Holsteins siebten Erfolg im siebten Zweitliga-Duell mit Dresden umdrehten.

Marcel Rapp feierte damit nach drei 1:1-Unentschieden seinen ersten Sieg als Holstein-Coach, obwohl Alexander Mühling (45.+1) noch einen umstrittenen Handelfmeter für die Kieler verschoss. Für Dynamos nun zum fünften Mal nacheinander sieglos gebliebenen Trainer Alexander Schmidt dürfte es hingegen in der Länderspielpause kritisch werden. Der frühere Kieler und aktuelle Dynamo-Sportchef Ralf Becker kündigte am Sky-Mikrofon für das Wochenende eine „Analyse der Situation“ an.

„Wir wollten das Ding heute unbedingt ziehen, unser Siegeswille wurde belohnt“, befand Kiels Kapitän Hauke Wahl kurz nach dem Abpfiff. „Wahnsinn“ meinte 1:1-Torschütze. „Es war richtig geil, wie wir uns in der zweiten Hälfte zurückgekämpft und den Sieg verdient haben.“

Bei Wind und Regen begannen die Gastgeber stürmisch und hatten klare Feldvorteile, aus denen sie jedoch zu wenig machten. In den ersten 45 Minuten gab es mehrere gute Einschusschancen, bei denen die Kieler viel zu unkonzentriert agierten. Mühling vergab sogar erstmals im KSV-Dress einen Elfmeter, den Kevin Broll stark parierte. Wesentlich effektiver agierten die Gäste. Paul Wills Schuss konnte Keeper Thomas Dähne noch entschärfen (23.), bei Mörschels Schuss war er chancenlos.

Auch nach der Pause dominierte Kiel, doch Pichler köpfte knapp vorbei (50.) und Lewis Holtby scheiterte am starken Broll (59.). Bei dem Doppelschlag durch Pichlers Elfmeter, den Antonis Aidonis an Phil Neumann verursachte, und den Klasseschuss des eingewechselten Reese war der gute Gäste-Keeper ohne Chance. In der Endphase drängte Dynamo mächtig auf den Ausgleich, doch Holstein verteidigte mit Mann und Maus. Und nachdem Mörschel (82.) sein zweites Tor verpasste hatte und weitere klare Chancen ausblieben, durften Marcel Rapp & Co. jubeln. dpa

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