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Land rückt beim Tourismus Nachhaltigkeit in den Fokus

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Hotel
Ein Leuchtschild hängt an der Fassade eines Hotels. © Roberto Pfeil/dpa/Symbolbild

Das Land zwischen den Meeren setzt beim Tourismus nach kräftigen Zuwächsen in der Vergangenheit verstärkt auf Nachhaltigkeit, Qualität und Akzeptanz der Einwohner. Dies machte Minister Bernd Buchholz (FDP) am Mittwoch im Landtag deutlich. „Wir streben mit der neuen Strategie künftig zu gleichen Teilen ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit an“, erklärte er.

Kiel - Die Menschen reisten vor allem wegen der wunderbaren Landschaft nach Schleswig-Holstein. Deshalb gehe es auch im Tourismus in erster Linie darum, die Natur zu bewahren und in den Hochburgen die goldene Mitte zwischen dem Qualitätsanspruch an eine großartige Urlaubsdestination und den Bedürfnissen der Einheimischen zu finden. „Wir werden Ökonomie, Ökologie und Soziales eng verzahnen.“ Der Tourismus zählt im Land rund 160.000 Beschäftigte.

Laut Buchholz geht es darum, nachhaltigen und zugleich wachsenden Tourismus mit hoher Qualität zu ermöglichen. Aktuell verzeichnet das Land 32,4 Millionen gewerbliche Übernachtungen im Jahr und einen Bruttoumsatz von 9,7 Milliarden Euro. Damit sind zwei Kernziele der bisherigen Strategie erfüllt. Das Ziel, unter die Top-3 bei der Gästezufriedenheit zu kommen, wurde noch nicht erreicht.

Das Land will Hotels verstärkt im Binnenland fördern. An den Küsten stünden Qualitätsverbesserungen im Vordergrund, sagte Buchholz. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Mitarbeitergewinnung: Infolge der Corona-Pandemie hätten viele die Branche verlassen. Folge sei ein erheblicher Mangel an Arbeits- und Fachkräften.

Das Marketing soll vor allem Nebensaisonzeiten bewerben, damit das Land bundesweit als Ganzjahresdestination punkten kann. Als größte Herausforderung bezeichnete Buchholz die Akzeptanz des Tourismus in der hiesigen Bevölkerung: In der Pandemie hätten manche gesagt, ohne Touristen sei es hier auch ganz schön. Dabei werde übersehen, welch große volkswirtschaftliche Bedeutung der Tourismus für das Land hat. dpa

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