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Losse-Müller zu Windkraft: „Wir haben fünf Jahre verloren“

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Windkraft
Windenergieanlagen stehen auf einem Feld. © Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Schleswig-Holsteins SPD-Spitzenkandidat Thomas Losse-Müller hat der regierenden Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP beim Ausbau der Windkraft Untätigkeit vorgeworfen. „Wir haben fünf Jahre verloren“, sagte Losse-Müller am Dienstag bei einem Besuch des Windparkentwicklers Denker & Wulf mit SPD-Chef Lars Klingbeil in Sehestedt. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sei im Wahlkampf 2017 durch das Land gereist und habe gesagt, er stoppe die Windkraft-Planung - und das sei ihm auch gelungen.

Sehestedt - Nach der Wahl 2017 habe es 2981 Windkraftanlagen im Land gegeben - und im Januar 2022 genausoviele. „Da ist keine einzige dazugekommen“, sagte der SPD-Spitzenkandidat. Durch den Bau neuer und Abbau alter Anlagen sei die Leistung zwar ein bisschen größer geworden. „Aber wir reden über etwa 400 Megawatt. Um Ziele von bis zu 15 Gigawatt zu erreichen, müssten es aber ungefähr 400, 500 Megawatt pro Jahr sein“, sagte Losse-Müller.

Die Windenergie sei für die Zukunft des Landes enorm wichtig. „Nicht nur, weil wir selber Wertschöpfung haben, sondern weil wir das brauchen, um Industriearbeit hier zu sichern, auch auszubauen“, sagte Losse-Müller. Die Windkraft sei die Basis von Wohlstand, guter Arbeit und guten Löhnen. Für die SPD sei klar: „Wir wollen die Windkraft. Und für mich ist das Chefsache.“

Als Ministerpräsident werde er die Genehmigungsverfahren schneller und effizienter machen. Zudem sei eine neue Raumplanung notwendig: „Wir müssen neu über die Aufteilung des Landes nachdenken“, sagte Losse-Müller. So könne zum Beispiel durch die Verlegung ohnehin baufälliger Landstraßen Raum für neue Windparks entstehen. dpa

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