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Mehr als 2300 offene Haftbefehle in Schleswig-Holstein

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Mehr als 2300 offene Haftbefehle in Schleswig-Holstein
Eine Überwachungskamera steht hinter einem Stacheldrahtzaun der Justizvollzugsanstalt Neumünster. © Frank Molter/dpa

Mehr als 2300 Haftbefehle sind in Schleswig-Holstein noch offen. Etwa ein Drittel davon seien wegen Diebstahl und Unterschlagung erlassen worden, sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein, Uwe Keller. Damit rangierten diese Eigentumsdelikte an der Spitze der fünf häufigsten Deliktsbereiche, sagte er. Allerdings sei das nur eine Momentaufnahme.

Kiel - Die im Zeitraum zwischen zwei Erhebungsstichtagen erfassten Haftbefehle können zum Stichtag bereits wieder erledigt sein, sagte er.

An zweiter Stelle rangieren die Haftbefehle wegen so genannter gemeingefährlicher Straftaten, wie Trunkenheitsfahrten oder Brandstiftung, die für die Allgemeinheit potenziell gefährlich seien sagte Keller. Es folgen Straßenverkehrsdelikte, Haftbefehle wegen Betrug und Untreue sowie Betäubungsmitteldelikte.

„Im Gegensatz dazu machen die so genannten schwereren Delikte wie Mord, Totschlag oder Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nur einen geringen Anteil an den offenen Haftbefehlen aus“, sagte Keller.

Insgesamt waren am 1. Januar 2022 in Schleswig-Holstein 2391 Haftbefehle offen. Diese Zahl sei nicht gleich zu setzen mit der Zahl gesuchter Personen. „Für eine Person können durchaus mehrere Haftbefehle bestehen“, sagte Keller. dpa

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