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Midyatli für Wegfall der EEG-Umlage schon 2022

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Serpil Midyatli (SPD)
Serpil Midyatli (SPD) spricht im Landtag. © Frank Molter/dpa/Archivbild

Die in die Höhe geschossenen Energiepreise treiben auch die Landespolitik in Schleswig-Holstein um. Der Landtag diskutiert darüber und die SPD-Landesvorsitzende hat einen konkreten Entlastungsvorschlag.

Kiel - Die für 2023 geplante Abschaffung der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien sollte nach Ansicht der schleswig-holsteinischen SPD-Landesvorsitzenden Serpil Midyatli auf dieses Jahr vorgezogen werden. „Die steigenden Preise für Strom, Gas und Lebensmittel belasten insbesondere Familien und Menschen mit geringem Einkommen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Ein sofortiger Wegfall der EEG-Umlage würde sie unmittelbar und spürbar entlasten.

„Davon profitieren besonders Menschen mit wenig Geld, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für Strom aufwenden“, sagte Midyatli, die auch SPD-Bundesvize ist. „Darunter sind viele Rentnerinnen und Rentner.“ Es sei sicherzustellen, dass die Versorger die Preissenkung auch an die Verbraucher weitergeben. Die stark gestiegenen Energiepreise standen für Donnerstag auch auf der Tagesordnung des Landtags in Kiel.

„Wir brauchen ein umfassendes Programm gegen die steigenden Preise“, sagte Midyatli. „Die anziehende Inflation bedroht den Lebensstandard von Millionen Menschen.“ Es ist gut, dass die Ampel-Koalition schon in diesem Jahr den Mindestlohn in zwei Schritten auf zwölf Euro anheben wird. Auch die geplante Kindergrundsicherung werde dafür sorgen, dass Familien mehr Geld bekommen. Alle geplanten Entlastungen im Koalitionsvertrag sollten möglichst schnell umgesetzt werden. dpa

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