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Miniatur-Wunderland-Macher hat mehr Fußball-Zeit für Söhne

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Miniatur-Wunderland-Macher Gerrit und Frederik Braun
Gerrit (l) und Frederik Braun, Gründer der Eisenbahnanlage Miniatur Wunderland, stehen auf einer Brücke. © Georg Wendt/dpa

Das Hamburger Miniatur-Wunderland ist von der Corona-Krise betroffen, wie andere Unternehmen auch. Dennoch versuchen die Macher das Beste draus zu machen. Sie haben neue Welten entworfen und das Haus teilweise modernisiert. Und auch daheim war mehr Zeit.

Hamburg - Wegen der Corona-Pandemie hatte Miniatur-Wunderland-Macher Frederik Braun in den vergangenen Monaten mehr Zeit zum Fußballspielen mit seinen kleinen Söhnen. „Ich habe aus meinen beiden Jungs, die zum Beginn des Lockdowns vier und fünf Jahre alt waren, echte Fußballtalente gemacht, weil ich jeden Tag eine Stunde früher nach Hause gekommen bin und wir mit einem Plastikball aufs Garagentor geschossen haben“, sagte Braun im Hamburger Podcast „Wie ist die Lage?“ von Lars Meier und der „Hamburger Morgenpost“.

Seine Söhne könnten nun sehr gut schießen, weil sie täglich mit ihm trainiert haben. „Es ist toll zu sehen, dass man Talente mit Zeit fördern kann. Die Zeit ist uns in dieser Welt irgendwie abhandengekommen und plötzlich hatten wir sie wieder.“

Braun hat gemeinsam mit seinem Bruder Gerrit vor 20 Jahren das Miniatur-Wunderland eröffnet. Die Corona-Lockdowns haben die Brüder und ihr Team genutzt, um neue Welten zu bauen und Sehenswürdigkeiten zu erneuern sowie das Gebäude zum Teil zu modernisieren.

„Für den zweiten Lockdown hatten wir uns eine Liste mit 27 Punkten zurechtgelegt und erledigt“, sagte Braun. So sei beispielsweise der Fußboden neu gemacht worden. „Wenn man den mal neu machen möchte, weil er brüchig ist und man vor 20 Jahren noch keinen Geschmack hatte und auf 2000 Quadratmetern austauschen will, kann man das nicht machen, wenn nur jeweils nachts sechs Stunden zur Verfügung stehen.“ dpa

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