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Nordkirche gedenkt Corona-Toten in Hamburg mit Gottesdienst

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Gottesdienst zum Gedenken an Corona-Opfer
Teilnehmer des Gedenk-Gottesdienstes stehen und sitzen in der Hauptkirche St. Petri. © Daniel Bockwoldt/dpa

Mit einem Gedenkgottesdienst hat die evangelisch-lutherische Kirche in Hamburg an die Opfer der Corona-Pandemie erinnert. Der Gottesdienst am Freitag in der Hauptkirche St. Petri richtete sich besonders an Angehörige und Freunde von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie die Nordkirche mitteilte. Eingeladen waren aber auch Pflege- und Betreuungskräfte von Heimen und Krankenhäusern.

Hamburg - Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind allein in der Hansestadt seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus 1844 Menschen gestorben.

„Es ist in alldem nicht allein der Tod, der traurig macht“, sagte Bischöfin Kirsten Fehrs den Angaben zufolge in ihrer Predigt. Sie richtete ihren Blick auch auf Kinder und Jugendliche, die unter den Folgen der Pandemie litten, oder auf Kita-Beschäftigte und Pflegekräfte, die vor Erschöpfung nicht mehr schlafen könnten. „Wir alle haben Menschen vor Augen, deren Perspektiven zerstört sind und die schwere, persönliche Krisen durchleben. Sie sind in unseren Herzen und Gedanken - genau wie diejenigen, die Schwerkranke mit höchster Anstrengung versorgt und gepflegt haben.“

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Woher kommt mir Hilfe?“. „Das große Versprechen der Religion ist ja, dass sie Antworten hat, wo das Leben nur Fragen stellt“, sagte Fehrs. Dass sie über alle Grenzen hinaus trage, Hoffnung und Zuversicht wecke und tröste. „Diese ja fast trotzige Zuversicht, die dem Tod nicht das letzte Wort überlässt, muss und soll ankommen, in allen Straßen und Häusern der coronaverwundeten Welt.“ Auch bei jenen, die in ihrer Trauer untröstlich seien. dpa

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