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Prien: Schnelle Schulschließungen 2020 waren „Riesenfehler“

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Karin Prien (CDU)
Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig Holstein, spricht. © Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat das schnelle Schließen der Schulen zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 im Rückblick kritisiert. „Es war ein Riesenfehler, die Schulen im März 2020 von heute auf morgen zu schließen. Im Nachhinein fragt man sich, warum wir damit nicht zwei, drei Wochen gewartet und den Wechsel in den Distanzunterricht richtig vorbereitet haben“, sagte die Ministerin im Interview des „Hamburger Abendblatts“.

Hamburg/Kiel - „Heute wären wir auf so eine Situation übrigens allein deshalb besser vorbereitet, weil wir in Schleswig-Holstein 90 Prozent aller Schulen mit schnellem Internet versorgt haben.“

Zudem gebe es inzwischen ein gut funktionierendes Videokonferenzsystem und Lehrkräfte würden massiv in digitalen Fragen fortgebildet, sagte Prien. „Wir experimentieren an Schulen derzeit auch damit, wie wir ständig hybride Unterrichtsformen anbieten können. Auf keinen Fall wollen wir in die Zeit vor 2020 zurück.“

Mit Blick auf die ausgelaufene Maskenpflicht an den Schulen sagte die Ministerin: „Ich hätte mir gewünscht, dass die Maskenpflicht an den Schulen noch ein paar Wochen länger gilt, aber das war von der Ampel-Koalition in Berlin nicht gewünscht.“ Nun sei es, wie es ist, und die Maske könne ja freiwillig weiter getragen werden. „Die meisten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte machen das auch.“

Mit Blick auf den Herbst sagte Prien, wenn das Infektionsschutzgesetz im September an eine dann sicher veränderte Situation angepasst werde, sollte die Maskenpflicht wieder als Option aufgenommen werden. „Wir brauchen die Möglichkeit, in den Schulen das Tragen von Masken im Winter anordnen zu können. Wenn wir davon keinen Gebrauch machen müssen, ist es umso besser.“ dpa

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