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Prozess gegen Thomas Drach verzögert sich weiter

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Der Prozess gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach in Köln verzögert sich weiter. Das Landgericht sagte am Freitag erneut einen geplanten Verhandlungstag ab. Statt am kommenden Montag (21. März) soll der Prozess nun am Mittwoch (23. März) weitergehen. Grund für die Aufhebung sei erneut die Corona-Quarantäne eines Prozessbeteiligten, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Köln - Um wen es sich dabei handelte, wollte er nicht sagen.

Sollte das Verfahren am 23. März weitergehen, hätte es seit dem bislang letzten Verhandlungstag am 15. Februar eine gut fünfwöchige Unterbrechung gegeben. Nach einer planmäßigen Pause von knapp drei Wochen waren die dann vorgesehenen Verhandlungstage wegen Corona-Infektionen von Verfahrensbeteiligten jeweils kurzfristig abgesagt worden.

Drach steht seit dem 1. Februar wegen vier Geldtransporter-Überfällen vor Gericht. Die Anklage lautet unter anderem auf besonders schweren Raub und versuchten Mord. Bei zwei der Taten soll er jeweils einen Wachmann angeschossen und schwer verletzt haben. Ein mutmaßlicher Komplize ist ebenfalls angeklagt. Die Angeklagten haben im Prozess bisher nicht ausgesagt und bestreiten über ihre Verteidiger die Vorwürfe.

1996 hatte Drach den Erben der Hamburger Tabak-Dynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und ihn später gegen Lösegeld wieder freigelassen. Für die Tat wurde Drach zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt. dpa

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