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Corona-Inzidenz über 1000: Hunderte Klinik-Mitarbeiter in Quarantäne - Ein Bundesland besonders betroffen

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Von: Jennifer Lanzinger

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Krankenhaus
Ein Pfleger schiebt in der Asklepios Klinik Altona in Hamburg einen Patienten durch die Personenschleuse in den OP-Bereich. (Symbolbild) © picture alliance / Christian Charisius/dpa

Hunderte Klinik-Mitarbeiter befinden sich in einem Bundesland aktuell in Quarantäne, zugleich verzeichnet das RKI für Schleswig-Holstein eine Inzidenz über der 1000er-Marke.

Kiel/Lübeck - Die Corona-Pandemie sorgt auch nach über zwei Jahren für Einschränkungen in Deutschland und der Welt, in den Kliniken in Schleswig-Holstein ist die Lage auch im Sommer nun weiter angespannt. Grund dafür sind unter anderem zahlreiche Corona-Fälle in der Belegschaft, hunderte Mitarbeiter befinden sich aktuell in Quarantäne.

Hunderte Mitarbeiter in Quarantäne: Situation in Kliniken in einer Region „nennenswert bis schwierig“

„Es ist überall nennenswert bis schwierig“, sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, Patrick Reimund, am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Patientenzahlen. Vor allem die Notaufnahmen seien derzeit überproportional überlastet. Aktuell sei noch nicht abzuschätzen, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickeln werde.

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, an den Standorten Kiel und Lübeck Stationen vorübergehend zu schließen. Mit Stand Freitag waren am UKSH 479 Mitarbeitende in Quarantäne. „Es sind seitdem mit Sicherheit mehr geworden“, sagte Sprecher Oliver Grieve. „Wir hatten ein äußerst angespanntes Wochenende.“ Notwendig seien erneute Ausgleichszahlungen für Erlösverluste, die sich aus dem Verschieben oder Aussetzen planbarer Aufnahmen, Operationen oder Eingriffe ergeben.

Corona in Schleswig-Holstein: RKI verzeichnet Inzidenz über 1000er-Marke

Die genaue Ursache für das hohe Infektionsgeschehens in den Kliniken ist noch nicht bekannt. Patrick Reimund zufolge könnte ein Treiber des Infektionsgeschehens unter anderem die Kieler Woche Ende Juni gewesen sein.

Deutschlandweit überrollt die Corona-Sommer-Welle zahlreiche Regionen. Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 696,5 beziffert. Für Schleswig-Holstein beziffert das RKI am Montag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 1015,6 - das Bundesland verzeichnet damit zugleich den höchsten Inzidenz-Wert in ganz Deutschland. Am Montag, 4. Juli 2022, haben zahlreiche Bundesländer keine Corona-Zahlen gemeldet. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

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