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Sturmflutwarnung: Keine größeren Auswirkungen in MV erwartet

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Eine Frau geht an der Ostsee über einen Bootssteg
Eine Frau geht an der Ostsee über einen Bootssteg. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach einer Sturmflutwarnung gibt es zunächst keine größeren Auswirkungen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Badewannen-Effekt kommt aktuell kaum zum Tragen.

Rostock/Stralsund - Nach der Sturmflutwarnung an der Ostsee haben sich zunächst keine größeren Auswirkungen in Mecklenburg-Vorpommern abgezeichnet. „Das ist jetzt nicht dramatisch“, sagte Uwe Ulbrich vom Wetterstudio Hiddensee. Er rechnete mit dem Höhepunkt der Pegelstände in der Nacht zum Freitag. Zu einem wirklichen Badewannen-Effekt, bei dem das Wasser in der Ostsee wegen wechselnder Windrichtungen hin und her schwappt, komme es nicht. Am Morgen war in Stralsund Flachwasser zu beobachten. Tatsächlich habe der Wind zwar gedreht. Das sei aber zu kurzfristig geschehen. Der Wind ließ schon am Donnerstagnachmittag nach.

Beim Greifswalder Sperrwerk stand die Entscheidung über eine Schließung am frühen Donnerstagnachmittag noch aus. Dort hieß es bei einer Prognose von 110 Zentimetern über Normal schließe man das Tor, wenn der Wasserstand 70 Zentimeter erreiche.

Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bewegten sich die erwarteten Stände in Greifswald unter 90 Zentimeter über Normal. Für die Ostsee hatte das BSH am Donnerstagmorgen für den Tagesverlauf Wasserstände bis 100 Zentimeter über dem mittleren Wasserstand angekündigt. Spitzen darüber seien möglich.

Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste werden vom BSH in vier Klassen eingeteilt: Bei Werten von 1,00 bis 1,25 Metern wird von einer Sturmflut gesprochen, bei einer mittleren Sturmflut werden Werte von 1,25 bis 1,50 Meter über mittlerem Wasserstand erreicht. Bei schweren Sturmfluten werden Wasserstände von 1,50 bis 2,00 Meter über mittlerem Wasserstand gemessen. Bei sehr schweren Sturmfluten steigt der Pegelstand auf mehr als 2,00 Meter.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete für Donnerstagnachmittag im Nordosten zunächst an der See zeitweise Sturmböen zwischen 65 und 85 Kilometern pro Stunde (Windstärke 8 bis 9) aus Nordwest. Bis zum Abend sollte die Windstärke abnehmen.

Gelassen zeigte sich auch Ulrich Kunze, Sprecher der Stadt Rostock. Es sehe zunächst so aus, das maximal der eine oder andere Parkplatz in Ufernähe unter Wasser stehen könnte. dpa

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