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Urteil im Prozess um Mord in Flüchtlingsunterkunft erwartet

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Justitia
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Im Prozess um den Tod einer jungen Frau in einer Flüchtlingsunterkunft in Ahrensburg im Kreis Stormarn soll heute das Urteil verkündet werden. Angeklagt ist der heute 39 Jahre alte Ehemann der Frau. Der aus Afghanistan stammende Mann hat gestanden, seine 23 Jahre alte Frau im September 2021 mit 29 Messerstichen getötet zu haben.

Lübeck - Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus niederen Beweggründen vor und hat gefordert, ihn zu lebenslanger Haft zu verurteilen. Sie geht davon aus, dass der Angeklagte die Emanzipationsbestrebungen seiner Frau nicht akzeptieren wollte und sie deshalb tötete. Auch der Anwalt der Nebenklage hat lebenslange Haft wegen Mordes gefordert.

Der Verteidiger des Angeklagten hat dagegen beantragt, den 39-Jährigen wegen Totschlags im Affekt zu verurteilen. Die Höhe der Strafe stelle er in das Ermessen des Gerichts, sagte er. Für Totschlag im Affekt sieht das Gesetz eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren vor. dpa

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