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Zweiter Prozess um Drogen-Onlineshop beginnt

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Justitia
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Das Landgericht Gießen beschäftigt sich in einem umfangreichen Verfahren erneut mit dem Drogen-Onlineshop „Chemical Revolution“. Nachdem Anfang Januar wegen der Erkrankung eines Richters der Auftakt dieses zweiten Prozesses um die Plattform verschoben werden musste, soll die Hauptverhandlung nun am Montag (9.30 Uhr) beginnen. Ermittler hatten den Shop im Jahr 2019 abgeschaltet und das Portal damals als das bundesweit größte seiner Art bezeichnet.

Gießen - Angeklagt sind fünf Männer, die als Mitglieder einer Bande den Online-Shop zwischen April 2018 und Februar 2019 betrieben haben sollen. Der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zufolge beschaffte die Gruppierung die Drogen in den Niederlanden und transportierte sie nach Hamburg. Dort soll die illegale Ware gebunkert, portioniert und meist in kleineren Mengen an Kunden versandt worden sein. Die unter Pseudonymen auftretenden Abnehmer sollen in der Kryptowährung Bitcoin bezahlt haben.

In einem ersten Prozess in dem Fall hatte das Landgericht im vergangenen August bereits sieben Männer, darunter den mutmaßlichen Drahtzieher, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Rechtskräftig sei das Urteil bislang aber nur im Hinblick auf drei der Männer, hieß es vom Gericht. In diesem ersten Verfahren ging es um angeklagte Taten zwischen Spätsommer 2017 und Januar 2018 und auch um einen Tatort in Hessen.

Einer der im Sommer verurteilten Angeklagten steht nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft auch jetzt wieder vor Gericht. Seine Verurteilung sei noch nicht rechtskräftig. dpa

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