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Schnelltests erkennen sicher Omikron - Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht neue Ergebnisse

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Corona-Schnelltests gehören für viele inzwischen zum Alltag.
Corona-Schnelltests gehören für viele inzwischen zum Alltag. © Florian Gaertner/imago

Schnelltests funktionieren auch bei Omikron-Variante. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat 20 zufällig ausgewählte Antigentests überprüft.

Langen - Antigen-Schnelltests erkennen Omikron ebenso gut wie frühere Varianten des Coronavirus. Davon geht das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) aus. Wie gut Corona-Tests auf Delta und die Omikron-Variante anschlagen, überprüfte das PEI bei 20 zufällig ausgewählte Coronatests. Das wurde an Patientenabstrichen und an Zellkulturen getestet.

Antigen-Schnelltests: Keine Unterschiede bei Omikron

In beiden Testreihen habe es so gut wie keine Unterschiede gegeben, berichtete Projektleiter Micha Nüblig am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Wie gut die Tests Sars-CoV-2 erkannten, lag demnach an ihrer jeweiligen Sensitivität: sensiblere Tests erkannten beide Varianten besser, weniger sensible erkannten beide Varianten schlechter.

Corona-Schnelltests - So zuverlässig erkennen Antigentests auch Omikron

Schon im Januar hatte das PEI eine „Positivliste“ für Corona-Schnelltests veröffentlicht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte damals eine „Positivliste mit Tests, die besonders gut Omikron erkennen“ an.

Antigen-Schnelltests: Ergebnis auf Profi-Tests übertragbar

Das Ergebnis dürfte laut PEI auf die meisten Profi-Tests und auch auf Selbsttests übertragbar sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM) hat laut PEI die Hersteller aller erstattungsfähigen Antigen-Schnelltests auf der BfArM-Liste um zusätzliche Daten gebeten.

Dabei ging es um die Frage, an welche Bereiche des Virus-Proteins die Antikörper binden. Handelt es sich um eine Region, die bei der Omikron-Variante nicht mutiert ist, könne man davon ausgehen, dass die Sensitivität nicht beeinträchtigt sei. Von 428 Rückläufen bisher hätten 385 diese Bedingung erfüllt, bei den restlichen zehn Prozent sei das noch unklar.

„Omikron-Erkennung entsprechend der Bridging-Prüfung des PEI“

In der BfArM-Liste wurde am Donnerstag eine neue Spalte eingeführt: „Omikron-Erkennung entsprechend der Bridging-Prüfung des PEI“. Wenn dort ein „Ja“ steht, erkennt der Test Omikron gleich gut. Die Hersteller haben laut PEI noch einige Wochen Zeit, die Daten nachzuliefern. Wenn sie das nicht tun oder die Sensitivität bei Omikron nicht nachweisen können, sollen ihre Produkte von der BfArM-Liste der erstattungsfähigen Tests gestrichen werden.

Die Selbsttests für zuhause unterscheiden sich laut PEI nicht groß von den Profitests: Testkassetten und analytische Eigenschaften seien die gleichen, sagte Nüblig. Daher geht das PEI davon aus, dass die Sensitivität gegenüber Omikron auch hier gegeben ist. Generell erkennen Antigentests Sars-CoV-2 weniger gut als PCR-Tests. Sie schlagen nur bei hoher Viruslast und damit in einem kleineren Zeitfenster an. Doch was ist besser? Rachen- oder Nasen-Abstrich? Diese Fehler führen zu falschen Corona-Test-Ergebnissen.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek twitterte, kaum dass Omikron aufgetaucht war, dass Antigen-Schnelltests zuverlässig reagierten.

Schnelltest positiv, aber PCR-Test negativ: Was ist zu tun?

Fällt der Schnelltest positiv aus, der PCR-Test aber negativ, ist die Verwirrung erst einmal groß. Woran kann die Diskrepanz liegen und was sollte man unternehmen? Es gibt klare Empfehlungen. (ml/dpa)

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