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Hitze-Alarm und Unwettergefahr in Deutschland – Experte spricht von „echtem Ekelwetter“

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Die Wetterlage in Deutschland hat es in sich. Von Hitze über Regen und Gewitter bis hin zu einer erhöhten Tornadogefahr ist alles dabei. Ein Überblick.

München – Kaum eine Wolke, dafür aber Sonne pur: In großen Teilen Deutschlands zog das sommerliche Wetter die Menschen am Wochenende an die frische Luft. Mit Starkregen und Hagel rollte jedoch auch eine Unwetterfront auf Deutschland zu. In der neuen Woche geht es ähnlich weiter. Es wird ein Mix auf Hitze und Unwettergefahr prognostiziert.

„Ekelwetter“ in Deutschland: Hitze-Alarm - DWD warnt

„Mit angenehmer Frische am Morgen ist es vorbei!“, sagte Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber dem Wetterportal wetter.net. „Da läuft man direkt gegen eine Wand, wenn man aus dem Haus geht. Die nächsten Nächte werden ebenfalls tropisch ausfallen, echtes Ekelwetter!“, fuhr er fort.

Wie der Deutsche Wetterdienst informiert, ist für die hohe Luftfeuchtigkeit ein Tief mit Kern bei Irland verantwortlich. Es „lenkt sehr warme bis heiße und feuchte Subtropikluft nach Deutschland“, so die Experten. Die Temperaturaussichten für die kommenden Tage und Nächte sprechen eine deutliche Sprache: die Temperaturen klettern enorm in die Höhe.

Tag, DatumTemperaturen tagsüber (Quelle: DWD)Temperaturen nachts (Quelle: DWD)
Montag, 19. Juni 202326 bis 32 Grad20 bis 16 Grad
Dienstag, 20. Juni 2023Zwischen 28 bis 33 Grad21 bis 16 Grad
Mittwoch, 21. Juni 202325 und 30 Grad20 bis 15 Grad, im Norden bis 12 Grad.
Donnerstag, 22. Juni 202322 bis 34 Grad17 bis 13 Grad

Angesichts der Temperaturprognosen warnt der DWD für große Teile Deutschlands vor Hitze (siehe Karte). Am Dienstag, so heißt es von den Experten, werde eine starke Wärmebelastung erwartet. Die Warnung gilt von elf bis 19 Uhr. In dicht bebauten Stadtgebieten wie Stuttgart, München, Erfurt, Dresden oder auch Düsseldorf „ist mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung“ zu rechnen. Im äußersten Südwesten Baden-Württembergs wird bereits für Montag eine starke Wärmebelastung erwartet.

Unwetterlage in Deutschland: Regen, Gewitter und „erhöhte Tornadogefahr“

In der Osthälfte Deutschlands und im Alpenraum sagt der DWD für Montag einzelne Schauer und teils kräftige Gewitter sowie lokale Unwetter voraus. Diese Kombination aus Hitze, Gewitter und Niederschlag setzt sich der Prognose nach auch in den darauffolgenden Tagen fort. So kommt es auch am Dienstag zu lokaler Unwettergefahr. Hintergrund sind laut DWD Starkregen, Hagel und auch Sturmböen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hitze für den Großteil Deutschlands am Dienstag.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hitze für den Großteil Deutschlands am Dienstag. © Screenshot DWD

Wie Wetter-Experte Dominik Jung gegenüber wetter.net sagte, sind am Dienstag „besonders stramme Gewitter und Unwetter im Westen, später auch im Osten“ möglich. Am Mittwoch gehe es gewittrig weiter. Eine großflächige Unwetterlage sei dann am Donnerstag im Westen möglich. Langweilig werde es den Feuerwehren in Deutschland nicht, so Jung.

„Überschwemmte Straßen und Keller sollten diese in einigen Regionen ganz schön auf Trab halten. Außerdem mit dabei: eine erhöhte Tornadogefahr! Bitte in den nächsten Stunden und Tagen genau die Wetter- und Unwetterwarnungen verfolgen“, mahnte er. Ob das erst der Start in den Extrem-Sommer 2023 ist, den Wetterexperten und -modelle prognostizieren? (mbr)

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