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Orkan über Deutschland: Schulen in NRW geschlossen - Etliche Bundesländer reagieren ebenfalls

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Von: Jennifer Lanzinger

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In weiten Teilen Hessens warnt der Deutsche Wetterdienst am Freitag (04.02.2022) vor Sturmböen.
Weite Teile Deutschlands müssen sich auf Sturm und Orkanböen einstellen. (Archivbild) © Jan Eifert/Imago

Unwetter mit Orkanböen! Sturmtief „Ylenia“ wirbelt den Stundenplan für viele Schülerinnen und Schüler durcheinander. In einigen Bundesländern fällt am Donnerstag die Schule aus.

Update vom 17. Februar, 7.53 Uhr: In weiten Teilen Niedersachsens fällt die Schule wegen „extremen Wetterverhältnissen“ aus. Nach Angaben des Kultusministeriums entscheiden die jeweiligen Landkreise, ob Unterricht möglich ist oder nicht. Das könne allerdings zu kurzfristigen Entscheidungen am Schultag führen. „Trotz Unterrichtsausfall gewährleisten alle Schulen Betreuung für Schülerinnen und Schüler, die nicht zu Hause bleiben können und deswegen zur Schule kommen“, versichert die Landesschulbehörde. Grundsätzlich gelte, dass die Eltern entscheiden können, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist.

„Sturmfrei“ - Schule fällt in einigen Bundesländern aus

Update vom 17. Februar, 7.18 Uhr: „Sturmfrei“ heißt es in einigen Bundesländern in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die Sache eindeutig. Hier fällt der Unterricht landesweit an allen Schulen aus. Etwas undurchsichtiger ist es in anderen Ländern: In Bayern schließen nur in einigen Teilen die Schulen.* Das Saarland überlässt die Entscheidung den Eltern. Auch in Baden-Württemberg müssen die Schüler und Schülerinnen nicht zum Unterricht. Die Schule muss aber informiert werden.

Orkan sorgt für Schulausfälle in etlichen Bundesländern*:

Baden-Württemberg: Eltern in betroffenen Regionen können am Donnerstag selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken.

Bayern: Schulschließung am Donnerstag in Teilen Oberfrankens und der Oberpfalz.
Oberfranken: Landkreise Coburg, Hof, Kronach, Kulmbach, Wunsiedel
Oberpfalz: Landkreise Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Amberg-Sulzbach

Brandenburg: Kein Präsenzunterricht am Donnerstag (17. Februar).

Bremen: Kein Präsenzunterricht am Donnerstag – stattdessen Distanz-/Digitalunterricht.

Niedersachsen: In zahlreichen Landkreisen und Städten fällt der Unterricht aus. Landkreise treffen Entscheidung.

NRW: Schulen bleiben am Donnerstag geschlossen.

Saarland: Eltern entscheiden am Donnerstag und Freitag, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken.

*die Übersicht wurde am 17. Februar bearbeitet

Orkan über Deutschland: Schulen in NRW geschlossen - Etliche Bundesländer reagieren ebenfalls

Update vom 16. Februar, 22.28 Uhr: Nachdem bereits bekannt gegeben worden war, dass in Teilen Oberfrankens die Schule am Donnerstag ausfällt (siehe Update vom 16. Februar, 19.12 Uhr), fällt nun auch in der bayerischen Oberpfalz aufgrund des stürmischen Wetters in einigen Regionen der Unterricht am Donnerstag aus. Betroffen sind die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Amberg-Sulzbach und die Städte Amberg und Weiden.

Update vom 16. Februar, 19.12 Uhr: Auch Bayern reagiert auf die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdiensts. So entfällt wegen der vorhergesagten orkanartigen Böen in Teilen Oberfrankens am Donnerstag der Unterricht. Das gilt zunächst für Stadt und Landkreis Coburg, Stadt und Landkreis Hof sowie für die Landkreise Kronach, Kulmbach und Wunsiedel im Fichtelgebirge, wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten.

Update vom 16. Februar, 18.05 Uhr: Nach NRW, Bremen und Saarland setzt auch das Brandenburger Bildungsministerium die Präsenzpflicht am Donnerstag für alle Schüler im Land aus. Die Sicherheit habe oberste Priorität, teilte das Ministerium am Mittwoch dazu mit. Das Fernbleiben vom Unterricht gelte daher an diesem Tag grundsätzlich als entschuldigt. Die Lehrkräfte und das sonstige pädagogische Personal sollen allerdings in den Schulen erscheinen, um wenn notwendig, Betreuung anzubieten.

Auch in Teilen Baden-Württembergs können Eltern in betroffenen Regionen am Donnerstag selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. „Falls der Weg zur Schule aufgrund extremer Wetterlagen vor Ort nicht zumutbar ist, können Eltern ihr Kind vom Unterricht befreien lassen“, teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit Blick auf die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit. Die Schule müsse dann aber informiert werden. Betroffen sein könnten nach Angaben der Meteorologen unter anderem die Kreise und Regionen südlich von Baden-Baden und Calw bis hinunter zur Schweizer Grenze.

Update vom 16. Februar, 17.16 Uhr: Auch in Bremen fällt aufgrund der Unwetterwarnungen der Präsenzunterricht am Donnerstag (17. Februar) aus. Stattdessen soll auf Distanzunterricht/ Digitalunterricht umgestellt, wie die Bremer Bildungsbehörde mitteilt. Eine Betreuung sei in jeder Schule zu gewährleisten. Zuvor hatte bereits NRW die Schulschließung für Donnerstag bekannt gegeben (siehe Erstmeldung).

In Niedersachsen liegt die Entscheidung über einen möglichen Schulausfall aufgrund der extremen Wetterlage bei den Landkreisen. Im Saarland wird der Schulbesuch die nächsten beiden Tage freigestellt (siehe Erstmeldung).

Erstmeldung vom 16. Februar, 16.10 Uhr: Düsseldorf - Zwei Orkantiefs in schneller Folge sorgen für Unwetterwarnungen in vielen Teilen Deutschlands. An der Nordsee besteht die Gefahr einer Sturmflut, in NRW fällt der Unterricht an allen Schulen an diesem Donnerstag wegen eines befürchteten Unwetters mit heftigen Sturmböen aus. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer am Mittwoch überraschend im Düsseldorfer Landtag. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst gefallen. Auch ein zweites Bundesland reagiert, im Saarland soll der Schulbesuch freigestellt werden.

Orkan über Deutschland: Unterricht an Schulen in NRW fällt aus

Wie Schulministerin Yvonne Gebauer am Mittwoch erklärt hatte, wolle sie nicht, dass Schüler „im Auge des Sturms“ die Schulen aufsuchen. Familienminister Joachim Stamp bat Eltern von Kita-Kindern, sei sollten ihren Nachwuchs „morgen bitte Zuhause betreuen.“ Die Schulen würden informiert, schilderte die Ministerin. Die Bezirksregierungen handelten ebenfalls entsprechend kurzfristig. Der DWD habe schwere Sturmböen, Orkanböen in hohen Lagen und Windstärken von 10 bis 12 angekündigt. Rechtliche Grundlage der Anordnung sei ein Erlass, der auch bei Extremwetterereignissen greife.

Orkan über Deutschland: Auch Saarland reagiert auf Sturmwarnung

Und auch das Saarland reagiert auf die Sturmwarnungen für Deutschland. Das Bildungsministerium stellt im Saarland den Schulbesuch in den nächsten beiden Tagen frei. „Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden grundsätzlich die Erziehungsberechtigten am Morgen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist“, teilte das Ministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. Volljährige Schüler entschieden selbst. Wer dem Unterricht fernbleibe, müsse die Schule benachrichtigen, hieß es.

Die Schulen könnten auch „eigenständig entscheiden, ob es zur Gefahrenabwehr nötig ist, den Unterricht witterungsbedingt nicht stattfinden zu lassen“. In diesen Fällen müsse aber möglichst eine Notbetreuung angeboten werden. Vom 21. Februar bis 1. März sind im Saarland Winterferien.

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