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Einige Tausend Anmeldungen für Corona-Auffrischungsimpfung

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Impfung
Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau. © Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

Wer möchte, kann sich in Thüringen seine dritte Corona-Impfung geben lassen. Die Altersgrenzen für die sogenannte Booster-Impfung sind jetzt gefallen.

Erfurt - Nach dem Wegfall der Altersbegrenzung für Corona-Auffrischungsimpfungen in Thüringen sind seit Montag Anmeldungen dafür möglich. Der Start sei zunächst verhalten verlaufen, schließlich seien jedoch im Tagesverlauf einige Tausend Anmeldungen registriert worden, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) auf Anfrage. Thüringen hatte Ende vergangener Woche entschieden, dass die sogenannten Booster-Impfungen ab November für alle zugänglich sein sollen.

Damit können auch alle Menschen unter 60 Jahren, die dies wünschen, ihren Impfschutz auffrischen lassen. Zudem hat Thüringen die Wartezeit nach den ersten Impfungen für eine Auffrischung verkürzt.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte am Montag per Twitter an: „Ich hole mir morgen früh meine dritte Impfung, denn ich möchte mich schützen. Damit möchte ich aber auch meinen Beitrag für Menschen leisten, die mir nahe kommen, denn für die Menschen möchte ich auch weiterhin nahbar sein!“

Eine Öffnung der Impfzentren über das Jahresende hinaus sei nach derzeitigem Stand nicht geplant, sagte der KV-Sprecher mit Hinweis auf die schwache Nachfrage. Zudem hätten die Hausärzte signalisiert, die Impfungen in ihren Praxen stemmen zu können.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums können diejenigen, die zuvor mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna oder Astrazeneca immunisiert wurden, die Auffrischung bereits fünf Monate nach Abschluss der vollständigen Impfserie erhalten. Bislang mussten sechs Monate dazwischen liegen. Bei einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson beträgt diese Frist nur vier Wochen.

Thüringen war mit der bisherigen Altersgrenze von 60 Jahren bereits über die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hinausgegangen, die kürzlich Auffrischungsimpfungen unter anderem für Menschen ab 70 Jahre empfohlen hatte. dpa

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