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Einschränkungen wegen Warnstreik am Uniklinikum Jena

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Warnstreik am Universitätsklinikum Jena
„Tarif Wars“ steht auf dem Plakat, das eine Frau beim Warnstreik in den Händen hält. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen eines Warnstreiks ist es am Universitätsklinikum Jena am Donnerstag zu Einschränkungen gekommen. Weniger als die Hälfte der 22 Operationssäle sei in Betrieb gewesen, verschiedene Ambulanzen hätten Routinebehandlungen nicht durchführen können, teilte das Klinikum mit. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich rund 150 Beschäftigte an dem Ausstand.

Jena - Viele weitere hätten streiken wollen, mussten aber zur Arbeit, um Patienten nicht zu gefährden, teilte ein Sprecher mit. Im Laufe der Aktionen sei auch eine Veranstaltung zum Karnevalsauftakt in der Jenaer Innenstadt gestört worden.

Die Klinik hatte schon im Vorfeld des Warnstreiks Patiententermine abgesagt. Für die Versorgung von Notfällen bestand zwischen Krankenhaus und Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung. Der Arbeitsausstand begann am frühen Morgen und sollte bis Ende der Spätschicht dauern.

Mehrere Gewerkschaften verhandeln seit rund vier Wochen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Sie fordern für die Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Für Mitglieder im Gesundheitswesen forderte der Verdi-Bezirk in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt 300 Euro mehr im Monat. Auszubildende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die TdL wies die Forderungen als unrealistisch zurück. Ende November soll weiterverhandelt werden. dpa

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