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Erinnerung an Opfer von Krieg und Gewalt in vielen Orten

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Volkstrauertag Eisenach
Eine gelbe Rose liegt auf dem Grabstein des unbekannten Soldaten auf dem Hauptfriedhof Eisenach. © Martin Wichmann/Wichmann-TV/dpa

In Thüringen ist am Volkstrauertag an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert worden. In vielen Orten legten Vertreter von Politik und Verbänden Blumen und Kränze an Gräbern und Denkmälern von Kriegstoten nieder. In Kirchen wurde in Gottesdiensten der Toten gedacht. „Krieg und Gewaltherrschaft bringen millionenfaches Leid und Tod“, erklärte Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke).

Eisenach - „Das Ende jeder Menschlichkeit und unermessliche Zerstörung sind die Folgen - damals wie heute.“

Vertreter von Landtag, Landesregierung und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gedachten auf dem Hauptfriedhof in Eisenach der Toten. Innenminister Georg Maier (SPD) warnte dabei vor zunehmenden rechtsextremen Tendenzen und mahnte, die Demokratie zu verteidigen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Eisenach standen die Millionen von Menschen in der Sowjetunion, die dem deutschen Vernichtungskrieg gegen das Land zum Opfer gefallen waren. Die deutsche Wehrmacht hatte im Zweiten Weltkrieg vor 80 Jahren, im Juni 1941, die Sowjetunion überfallen. Eisenacher Schüler erinnerten aber auch an gefallene deutsche Soldaten und das Schicksal von Bombenopfern in der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nahm in seiner Funktion als Bundesratspräsident in Berlin an der Kranzniederlegung in der Neuen Wache und der Gedenkveranstaltung im Bundestag teil. Dort galt das Gedenken ebenfalls den vielen Opfern des deutschen Vernichtungskrieges in Mittelost- und Südosteuropa. Der Volkstrauertag wurde in Deutschland erstmals 1922 begangen - zur Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkrieges (1914-1918). dpa

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