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Mohring: Bundeskonvent für künftige Kanzlerkandidatenkür

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Mike Mohring
Mike Mohring schaut zur Seite. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl gibt es in der CDU auch Diskussionen darüber, ob sie auf den falschen Kanzlerkandidaten setzte. CDU-Bundesvorstandsmitglied Mike Mohring hat eine Idee, wie ein solcher Kandidat künftig gefunden werden soll.

Erfurt - Der frühere Thüringer CDU-Landespartei- und Fraktionschef Mike Mohring hat einen Bundeskonvent von CDU und CSU vorgeschlagen, um künftig den gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union zu finden. „Ich glaube, wir tun gut daran, wenn wir unsere Satzungen, beider Schwesterparteien, so ändern, dass wir für die Nominierung eines Kanzlerkandidaten einen gemeinsamen Konvent finden und das auch verankern“, sagte Mohring der Deutschen Presse-Agentur.

Es müsse aus seiner Sicht eine Versammlung geben, wo ein solcher Kandidat mit einer breiten Legitimation gewählt werden würde. Ob bei einem solchen Konvent zum Beispiel Delegierte über die Kanzlerkandidatur entscheiden sollen, ließ Mohring offen.

Es sei bisher stets darauf verwiesen worden, dass die Vorstände über die Kanzlerkandidatur entscheiden. „Aber die Vorstände haben eine zu geringe Legitimation“, sagte Mohring, der auch Mitglied im Bundesvorstand der CDU ist.

Nach dem „desaströsen Wahlergebnis“ müsse die CDU auch einen Blick auf sich selbst richten und klären, was die Mitglieder, aber auch die beiden Schwesterparteien miteinander verbinde. „Ich glaube, nur so bekommt man überhaupt eine Chance, ein Fundament zu definieren: Was ist CDU-Politik?“

Der 49-Jährige kritisierte, dass sich die Union zwei Jahre lang mit Personaldebatten beschäftigt habe. „Das ist nicht nur ermüdend, sondern das ist auch - wie man sieht - auch verheerend für unser Wahlergebnis gewesen“, sagte Mohring. Jede Fortsetzung dieser Personaldebatten nehme die Union aus dem Rennen als Verhandlungspartner bei den Sondierungen. „Wenn wir jetzt unser Personal austauschen würden, wären wir auch raus aus dem Rennen.“

Mohring trat selbst als Direktkandidat bei der Bundestagswahl in seinem Heimat-Wahlkreis in Thüringen an. Doch die CDU im Freistaat stürzte bei der Wahl ab. Während sie im Jahr 2017 noch alle acht Direktmandate holte, errang sie diesmal nur eines. Mohring verpasste den Einzug in den Bundestag und will nun weiter als Abgeordneter im Thüringer Landtag wirken. dpa

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