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Ramelow fordert von Stellantis Einhaltung von Zusagen

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Bodo Ramelow
Bodo Ramelow (Die Linke) spricht bei einer Demonstration von Opel-Beschäftigten. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat vom Opel-Mutterkonzern Stellantis die Einhaltung von Zusagen gefordert. Es gehe um den Erhalt der deutschen Opel-Standorte sowie des Unternehmens Opel, sagte der Linken-Politiker am Freitag auf einer Kundgebung der IG Metall in Eisenach. „Ich stehe in Sorge um das, was mit Opel in Rüsselsheim und Eisenach passiert.“

Eisenach - Ramelow spielte damit auf Pläne von Stellantis an, die beiden Werke aus der Opel Deutschland GmbH auszugliedern. Er sei besorgt, dass Opel zu einer virtuellen Marke gemacht werden könnte, sagte der Regierungschef.

An der Kundgebung in Eisenach, bei der es um Arbeitnehmerinteressen bei der Transformation der Autoindustrie ging, beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 1500 Menschen. Darunter waren auch Abordnungen des Stellantis-Werks im französische Sochaux, wo der eigentlich in Eisenach angesiedelte Opel Grandland derzeit vom Band läuft, sowie von Volkswagen in Zwickau und Thüringer Autozulieferern.

Ramelow, der vor seinem Einstieg in die Politik Gewerkschaftsfunktionär war, forderte ein solidarisches Verhalten. „Wir müssen zusammenstehen.“ Die europäischen Arbeitnehmer bei Stellantis dürften sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.

Beim Strukturwandel in der Autoindustrie müsse stärker an die Betroffenen gedacht werden. Ramelow plädierte dafür, dass es keine Kündigungen in Transformationswerken geben dürfe, dafür aber Standortgarantien. Zudem sprach er sich für ein Transformationskurzarbeitergeld und eine Mindestabsicherung für Arbeitnehmer aus.

Ramelow hatte in dieser Woche zusammen mit den Regierungschefs der anderen Opel-Länder Hessen und Rheinland-Pfalz den Wunsch nach einem Gespräch mit Stellantis-Chef Carlos Tavares bekräftigt. Diese Forderung erneuerte er in Eisenach.

Das Thüringer Opel-Werk beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter. Die Produktion dort ruht wegen fehlender Elektronik-Bauteile noch bis mindestens Jahresende. dpa

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