1. Startseite
  2. Deutschland

Wetter in Deutschland: Hoch „Oscar“ sorgt für nächsten Hitzepeak - Experte mit eindeutiger Prognose

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Naima Wolfsperger

Kommentare

Es ist der trockenste Sommer seit 1881. Und es steht bereits ein neuer Hitzepeak bevor. Regen bleibt meist aus, ist sich ein Wetter-Experte sicher.

Update vom 12. August, 8.05 Uhr: Trockenheit, Hitze, Waldbrände – dieser Sommer wird von hohen Temperaturen und wenig Niederschlag dominiert. Doch kommende Woche könnte der langersehnte Regen kommen. Bereits ab Samstag (13. August) soll ein Tief Wolken und stellenweise Regen in den Osten Deutschlands bringen, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Allerdings werde es nicht viel Niederschlag sein, erklärt der Wetterexperte weiter.

Ab Montag sollen Wolken und Niederschlag dann auch im Westen und den anderen Landesteilen ankommen. Die hohen Temperaturen aber sollen vorerst bleiben. Erst ab Donnerstag (18. August) deute sich ein Temperatursturz an, teilweise auf Werte um oder unter 20 Grad. Dazu könne es immer wieder Regen geben, so Jung.

Wettervorhersage: Hohe Temperaturen bleiben – nur stellenweise Regen

Doch vorerst sorgt das Hochdruckgebiet „Oscar“ dafür, dass trockene und sehr warme bis heiße Luftmassen nach Mitteleuropa kommt, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Ab Freitagnachmittag können vom Bayerischem Wald bis zum östlichen Alpengebiet einzelne Gewitter auftreten. Zudem warnt der DWD vor Starkregen und stürmischen Böen.

DatumVorhersage
Freitag, 12. August29 bis 34 Grad, sonnig und trocken
Samstag, 13. August29 bis 34 Grad, sonnig und trocken, im Osten mehr Wolken, etwas Regen, Schauer oder Gewitter
Sonntag, 14. August30 bis 37 Grad, sonnig, im Osten Wolken
Montag, 15. August27 bis 33 Grad, erst schön, dann aus Westen Schauer und Gewitter
Dienstag, 16. August26 bis 33 Grad, wieder freundlicher, im Norden noch einzelne Schauer oder Gewitter
Mittwoch, 17. August26 bis 33 Grad, erst sonnig, dann Schauer und Gewitter
Donnerstag, 18. August19 bis 27 Grad, wechselhaft mit Schauern und Gewittern
Freitag, 19. August21 bis 27 Grad, durchwachsener Mix aus Sonne, Wolken und Gewittern

Wetter in Deutschland: Trockenster Sommer seit 1881

Erstmeldung vom 11. August: München - Es ist der trockenste Sommer seit 1881 und er könnte unter die Top 3 der heißesten insgesamt kommen. Die warme Jahreszeit hat 2022 die Wetter-Erwartungen der Klimafolgen-Forscher überschritten. Weit früher als erwartet liegen die Durchschnittstemperaturen in diesem Sommer drei Grad über dem Vergleichswert, dem Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. Und der Regen? Bleibt er weiterhin aus?

Bisher gab es deutschlandweit knapp über 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Normal sind in einem deutschen Sommer rund 250 Liter Regen. Da fehlt also noch einiges. Kommt da noch was in der zweiten Augusthälfte? In den Wettermodellen deuten sich Schauer und Gewitter in der nächsten Woche an. Doch der große, flächendeckende Regen könnte ausbleiben. Und auch die große Hitze wird den Modellen zufolge weitergehen. Ein Ende der hochsommerlichen Wetterlage ist daher erstmal nicht in Sicht. Hoch Oscar erstreckt sich von den Azoren über England und Mitteleuropa bis nach Nordwestrussland. Aus Spanien schiebt ein Tief zusätzlich warme Luft nach Deutschland.

Wetter in Deutschland: Mit Regen ist kaum zu rechnen

Der Donnerstag zeigt sich hochsommerlich, kaum bewölkt und mit bis zu 34 Grad. Mit Ausnahme von vergleichsweise kühlen 26 Grad im Südosten. Auch am Freitag bleibt es heiß. „Von der Neiße bis zu den Alpen im Tagesverlauf zunehmende Quellbewölkung und vom Erzgebirge über den Bayerischen Wald bis zum östlichen Alpenrand vereinzelte Schauer oder Gewitter. Höchsttemperatur zwischen 27 und 34 Grad, im Südosten um 25 Grad“, meldet der DWD in seiner Vorhersage.

Vertrocknete Pflanzen ragen in den wolkenlosen Himmel hinauf, aus dem die Sonne herabstrahlt.
Hitze und Trockenheit in Deutschland halten in der zweiten Augusthälfte weiter an. © IMAGO/Fotostand/Fritsch/Bavaria Copyright

Auch das Wochenende bleibt klar und weitestgehend niederschlagsfrei, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Samstag bildet sich im Osten und Südosten teils dichte Quellbewölkung. Vereinzelt kann es vor allem im Bergland zu Schauern und Gewittern kommen. Insgesamt zeigt sich der Samstag aber mit wenigen Wolken, viel Sonne und trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 25 Grad im Südosten und bis zu 35 Grad im Westen.

Hitze am Wochenende: Diese Tipps helfen bei den hohen Temperaturen

Die Nacht zum Sonntag bietet mit Tiefstwerten zwischen 20 und 13 Grad nur vereinzelt Abkühlung. Im Süden kann es lokal sogar auf 10 Grad runterkühlen. Die Nacht bleibt klar und niederschlagsfrei. Der Sonntag bleibt sonnig und weitgehend trocken. Die Temperaturen klettern auf heiße 28 bis 36 Grad. Bei Hitze verändern sich der Stoffwechsel und andere Prozesse im Körper. Sogar die Regulierung der Körpertemperatur verlangsamt sich. Vor allem ältere Menschen sind gefährdet, da sie seltener Durst verspüren. Sie laufen Gefahr zu dehydrieren und zu überhitzen. Diese Tipps helfen Ihnen durch die Hitze:

Was tun bei Hitze?

Körperliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen

Ausreichend trinken - am besten Wasser oder ungesüßten Tee

Direkte Sonnenstrahlung meiden

Für ausreichend Sonnenschutz sorgen

Die Wohnung kühl halten, indem Sie bereits am Morgen die Rollläden oder Vorhänge schließen

Dürre in Deutschland: großflächiger Landregen bleibt vorerst wohl aus

Ab Montag kann es vereinzelt zu Schauern und Gewittern kommen, das meldet auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber wetter.net. Ab Donnerstag sind dann erneut lokal Niederschläge möglich. Doch der notwendige Landregen bleibe wahrscheinlich aus, prognostiziert der Experte. „Sämtlicher Regen ist weitgehend rausgerechnet worden. Und die Temperaturen? Nächste Woche gibt es den nächsten Hitzepeak!“ Bereits am Montag liegen die Höchstwerte bei 35 Grad. Am Dienstag wird mit Temperaturen bis 34 Grad, am Mittwoch dann bis 37 und Donnerstag mit 36 Grad gerechnet.

Am Donnerstag kann es dann doch zu einigen Schauern und Gewittern kommen. Doch mit dem großflächigen Landregen rechnet Wetterexperte Dominik Jung nicht.

Auch interessant

Kommentare