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Sonne pur! Traumhaftes Frühlingswetter wird immer mehr zum Problem für Deutschland

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Von: Marc Dimitriu

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Das traumhafte Wetter in Deutschland bringt Probleme mit sich.
Das traumhafte Wetter in Deutschland bringt Probleme mit sich. © IMAGO / Sämmer, Wolfgang Maria Weber

Seit Wochen ist das Wetter in Deutschland überwiegend schön. Die Sonne strahlt fast jeden Tag, die Temperaturen klettern höher und kein Unwetter ist in Sicht. Doch das ist ein Problem.

Update vom 22. März, 15.22 Uhr: Wie schon in den letzten Wochen geht es mit Sonnenschein und trockenem Wetter weiter in Deutschland. Sollten sich die Vorhersagen bewahrheiten, könnte es sogar der sonnenreichste März seit fast 70 Jahren in Deutschland werden, sagte DWD-Meteorologe Andreas Friedrich am Dienstag. Bis einschließlich Montag seien 155,4 Sonnenstunden in diesem Monat gezählt worden. Den bislang sonnenreichsten März gab es laut DWD im Jahr 1953 mit 195,2 Sonnenstunden. Die Sonnenscheindaten werden vom DWD seit 1951 flächendeckend in Deutschland erhoben.

Der DWD warnt angesichts des trockenen Wetters weiterhin vor Waldbrandgefahr. „Im Freien gilt daher erhöhte Vorsicht mit offenem Feuer. Auch glühende Zigaretten sollten nicht achtlos weggeworfen werden“, sagte Meteorologe Marcel Schmid. Steht jetzt bald ein Wetterwechsel an? Kalte Luftmassen machen sich auf den Weg nach Deutschland. Ende März stürzen die Temperaturen ab.

Sonne pur! Traumhaftes Frühlingswetter wird immer mehr zum Problem für Deutschland

Erstmeldung vom 21. März 2022:

München - 2021 war der Frühling vor allem im Süden Deutschlands zum Vergessen. Verregnet, kalt und nicht so wie man es sich wünscht. Auch im Rest der Republik war es etwas kälter als die Durchschnittswerte von 1961 und 1990. Im Norden gab es, anders als in Bayern und Baden-Württemberg, zwar zu wenig Regen, aber die frostigen Temperaturen ließen einen das regenfreie Wetter ebenfalls kaum genießen. Dieses Jahr sieht es aber in ganz Deutschland anders aus.

Traumhaftes Frühlingswetter in Deutschland: Sonne, Wärme und kaum Regen

Der kalendarische Frühling hat zwar gerade erst begonnen, meteorologisch ist er schon seit Anfang März da und gefühlt schon ein Weilchen länger. Seit Wochen strahlt die Sonne, kaum ein Tropfen Regen ist gefallen und die Temperaturen klettern immer weiter in die Höhe. Die letzten Frostnächte liegen größtenteils hinter uns und tagsüber werden es bis zu 20 Grad. Und so soll es auch in nächster Zeit weitergehen.

Am Montag, dem 21. März, zeigt sich laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD), nach leichtem Regen im Norden, „im Rest des Landes viel Sonnenschein“. Die Temperaturen steigen in der Osthälfte auf 11 bis 15 Grad, in der Westhälfte auf 14 bis 20 Grad, an den Küste bleibt es aber teils deutlich frischer. In der Nacht zum Dienstag wird es an der Nordsee teils wolkig, sonst verbreitet klar. Die Nacht bleibt niederschlagsfrei. Tiefstwerte im Norden und Westen sowie entlang des Rheins liegen bei 6 bis 0 Grad, sonst 0 bis -5 Grad.

Dienstag geht es ähnlich weiter: „Erneut viel Sonnenschein“. Am Nachmittag hat es laut DWD milde 14 bis 20 Grad, an der See bleibt es noch kühler. Auch für Mittwoch und Donnerstag heißt es: sonnig, trocken, 15-20 Grad. Am Wochenende geht es genauso weiter, bis auf ein paar vereinzelte Wolkendecken und dass die Tiefstwerte auf 0 Grad oder höher steigen. Und auch danach ist vorerst kein Regen in Sicht.

Schönes Wetter bringt Probleme mit sich: Trockenheit sorgt für Waldbrandgefahr

Dieses traumhafte Frühlingswetter lädt natürlich zu Ausflügen ins Freie, Biergartenbesuchen oder zu Grillfeiern im Garten ein. Doch so schön das Wetter im Moment auch ist, so problematisch ist es auch. Die Böden trocken immer weiter aus, der Grundwasserspiegel sinkt und die Waldbrandgefahr steigt.

Auf dem Waldbrandgefahrenindex des DWD herrscht fast überall in Deutschland Stufe 3 oder 4 von 5. Besonders schwer ist der Osten betroffen, in dem fast ausschließlich Warnstufe 4 gilt. Im Süden Brandenburgs herrscht sogar Stufe 5. Nur im äußersten Norden und Westen sowie am Alpenrand gilt Warnstufe 1 oder 2. Vor einer Woche wütete bereits ein schwerer Waldbrand in der Nähe von Schloss Neuschwanstein. Und mit jedem sonnigem, warmen Tag ohne Regen steigt die Gefahr immer weiter.

Wetter in Deutschland: Sorge vor Ernteausfällen wegen Trockenheit

Auch die Landwirtschaft leidet unter der anhaltenden Trockenheit. Wie der SWR berichtet, sorgen sich die Bauern am Bodensee um ihre Ernte. „Vier Wochen kein Regen - das merkt man schon. Es ist zu trocken“, erklärte Gemüsebauer Andreas Graf. Wegen des Klimawandels werden die Frühlinge und Sommer in Deutschland immer wärmer und trockener. Viele Landwirte bauen mittlerweile Pflanzen an, die vor einigen Jahren hier noch gar nicht gedeihen konnten. „Es wird immer extremer. Das Wetter ist wirklich unberechenbarer geworden“, so Gemüsebauer-Gattin Sabine Graf gegenüber dem SWR. (md)

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