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Bittere Prognose: Grüne statt weiße Weihnachten? Wetter-Experte befürchtet Schmuddelwetter

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Von: Marc Dimitriu

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Im Moment regiert die Eiseskälte in Deutschland und es liegt reichlich Schnee. Doch das bleibt nicht lange so, Tauwetter kommt und könnte uns erneut weiße Weihnachten versauen.

München – Der Dezember ist zur Hälfte rum und hat sich ganz anders gezeigt als prognostiziert. Eigentlich sollte er zwei Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 ausfallen. „Nun ist der Monat bisher aber rund zwei Grad kälter als das Klimamittel ausgefallen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Kälte und Glatteis noch bis Ende der Woche – Frühlingshafte Temperaturen machen weiße Weihnachten zunichte

Winterwetter
Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor Glatteis in vielen Teilen Deutschlands. Doch Weihnachten könnte die Prognose wärmer als erhofft werden. (Symbolbild) © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

In Mecklenburg-Vorpommern wurden in der vergangenen Nacht sogar bis zu -17 Grad gemessen. Der Eisregen sorgte vor allem im Süden für Glatteis und infolgedessen für zahlreiche Auto-Unfälle und Störungen im Zugverkehr. Und so kalt soll es laut Jung auch erstmal bleiben, erst Ende der Woche solle es milder werden. Doch das könnte in der Nacht auf Montag erneut für Eisregen sorgen. Doch dann setzt vermutlich endgültig das Tauwetter ein. Jung gegenüber wetter.com: „Zum Montag wird es überall wärmer, im Westen bis zu 10 Grad, am Dienstag sogar 13 oder 14 Grad entlang des Rheins. Es gibt Tauwetter bis in die höchsten Lagen. Die Kältesituation entspannt sich dann deutlich. Dazu ist es windig, an der See und auf den Bergen auch ziemlich stürmisch.“

Über die Weihnachtsfeiertage bleibt es in den Niederungen meist bei nasskaltem Schmuddelwetter um 2 bis 7 Grad“

Dominik Jung

Weiße Weihnachten? Tauwetter kommt Anfang der Woche – Chancen sinken

Sorgt das fast schon frühlingshafte Wetter dafür, dass wir wieder keine weißen Weihnachten haben werden? Meteorologe Jung erklärt: „Richtung Heiligabend wird es nämlich schon wieder kälter, aber nicht unbedingt kalt. Auch über die Weihnachtsfeiertage bleibt es in den Niederungen meist bei nasskaltem Schmuddelwetter um 2 bis 7 Grad. In den Hochlagen kann es dagegen wieder Schnee geben. Ob die Schneefallgrenze über die Feiertage bis in tiefe Lagen sinkt, kann man aktuell aber noch nicht vorhersagen.“ Aktuell stünden die Zeichen eher wieder auf grüne statt weiße Weihnachten.

„Weiße Weihnachten sind auch 2022 unwahrscheinlich und das wo der Dezember doch so ‚vielversprechend winterlich‘ durchgestartet ist. Es ist derzeit der kälteste Dezember seit 12 Jahren. Zuletzt war es 2010 sehr kalt und schneereich“, erklärt Jung. Damals hätte aber auch an Weihnachten viel Schnee in Deutschland gelegen. „Das wird in diesem Jahr eher nicht der Fall sein. Doch: Noch sind es mehr als eine Woche bis Heiligabend. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Überraschung.“

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