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Winter-Walze rollt über Deutschland: Schnee in ersten Regionen

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Von: Jennifer Lanzinger

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Hamburg: Eine Frau geht bei Schneefall an einer Straße entlang.
Hamburg am Donnerstagmorgen: Eine Frau geht bei Schneefall an einer Straße entlang. © Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Frühling schaltet einen Gang zurück und der Winter überzieht Deutschland pünktlich zum April-Start. Ein Experte spricht von einem Wetter-Chaos. Erste Regionen können sich bereits über Schnee freuen.

Update vom 31. März, 10.40 Uhr: Dass der Winter tatsächlich in diesem Frühjahr noch einmal in Deutschland zuschlagen würde, damit dürfte kaum jemand gerechnet haben. Bereits in der Nacht zum Donnerstag konnten sich mehrere Regionen im Norden von Deutschland über bis zu zehn Zentimeter Schnee freuen. Im Lauf des Tages und auch am Freitag soll die weiße Schneedecke dann auch über weiteren Regionen fallen.

Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, soll es am Donnerstag dann auch im Südwesten regnen. Im Bergland geht der Regen demnach bereits im Tagesverlauf in Schnee über. Im Laufe des Abends sinkt die Schneefallgrenze weiter ab, im Norden teils bis in tiefe Lagen. Die Höchstwerte liegen bei fünf bis neun Grad, in den Hochlagen bei etwa drei Grad. 

Am Vormittag und Mittag muss laut DWD im Nordwesten mit weiterem Schneefall und auch Glättegefahr gerechnet werden, in Schleswig-Holstein und im nördlichen Niedersachsen sollen bereits bis Mittags bis zu fünf Zentimeter Neuschnee fallen. In den nördlichen Mittelgebirgen, etwa von der Eifel bis zum Harz, soll die Schneefallgrenze auf etwa 800 bis 400 m absinken, auch hier soll es in höheren Lagen bis zum Abend bereits etwas Neuschnee geben.

Wie der DWD weiter berichtet, soll es dann in der Nacht zum Freitag in einem Streifen etwa vom Main im Süden bis ins mittlere Niedersachsen, nach Sachsen-Anhalt und Südbrandenburg im Norden Schneefall bis in tiefe Lagen geben. Oberhalb von etwa 400 Metern muss lokal mit markanten Schneefällen gerechnet werden. Über zehn bis 15 Zentimeter Schnee könnte hier vom Himmel fallen.

Winter-Walze rollt über Deutschland: Schnee in ersten Regionen

Update vom 31. März, 9 Uhr: Und schon ist der erste Schnee der Woche gefallen, gleich mehrere Regionen sind mit einer dicken Schneeschicht am Donnerstag aufgewacht. Wie unter anderem der NDR berichtet, konnten sich Hamburg und Teile von Schleswig-Holstein am Morgen über eine dicke Schneeschicht freuen. Demnach sollen teilweise bis zu 10 Zentimeter Schnee gefallen sein. Im Lauf des Donnerstags und auch am Freitag soll die Winter-Walze dann weiter über Deutschland rollen. Ein Experte hatte am Mittwoch bereits Schnee für Teile von NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, Süden von Niedersachsen, Saarland, Thüringen, Sachsen sowie Bayern und Baden-Württemberg prognostiziert (siehe Ursprungsmeldung unten).

Verrückte Wetterlage: In Hamburg sieht es Ende März aus, wie im tiefsten Winter.
Verrückte Wetterlage: In Hamburg sieht es Ende März aus, wie im tiefsten Winter. © Daniel Bockwoldt/dpa

Ursprungsmeldung vom 30. März 2022: Offenbach - Der Frühling hat sich am vergangenen Wochenende von seiner besten Seite gezeigt, doch nun muss die Heizung vielerorts noch einmal hochgedreht werden. Innerhalb weniger Tage wechselt das Wetter in Deutschland von Sonnenschein und Frühlingstemperaturen zu Schnee und Frost. Geht es nach einem Experten des Deutschen Wetterdienstes, kehren die warmen Temperaturen so schnell auch nicht mehr zurück.

Winter-Walze rollt über Deutschland: Experte spricht von Wetter-Chaos - Neun Bundesländer erwarten Schnee

Damit dürften wohl die wenigsten gerechnet haben: in den nächsten Tagen kehrt der Winter noch einmal nach Deutschland zurück. Während der Frühling am vergangenen Wochenende vielerorts für mehr als 20 Grad gesorgt hat, kann nun beispielsweise in den Mittelgebirgen noch einmal der Schlitten ausgepackt werden. Wie Meteorologe Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Mittwoch erklärt, sind bei Dauerfrost bis zum Wochenende 10 bis 20 Zentimeter Schnee möglich. In der nächsten Woche sollen die Temperaturen dann wieder langsam steigen, doch: „Von Sonne und Frühlingswärme sind wir aber noch weit entfernt.“

Am Donnerstag, 31. März 2022, soll es im Westen und Nordwesten immer wieder Niederschläge geben. Auch in tiefen Lagen soll sich darunter auch Schnee mischen. Im Süden ist es oft grau, einzelne Niederschläge und kurze Gewitter sind möglich. Mit freundlichem Wetter können nur die Menschen im Nordosten rechnen. Vom Niederrhein bis nach Schleswig-Holstein liegen die Temperaturen zwischen ein und fünf Grad, ansonsten sind fünf bis zehn Grad möglich. Am Freitag wird es noch ein wenig kälter. Im Süden kann es schneien, im Norden dominiert der Sonnenschein. Ähnlich geht es am Samstag weiter.

Wetter in Deutschland: Temperaturen sinken in fast ganz Deutschland auf Minusgrade

Die Nacht auf Sonntag werde wohl die kälteste Aprilnacht werden, kündigte der Meteorologe an und weist auf die Gefahr für die in der Blüte stehenden Obstbäume hin. Fast überall in Deutschland sinken die Temperaturen auf null bis minus sieben Grad. In den höheren Mittellagen sind sogar minus zehn Grad möglich.

Geht es nach Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net soll sich in Deutschland zum Monatswechsel sogar ein regelrechtes Wetterchaos anbahnen. Schuld daran sei Tief Jana. Demnach sollen Prognosen auf Schnee ab Freitag in Teilen von NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, Süden von Niedersachsen, Saarland, Thüringen, Sachsen sowie Bayern und Baden-Württemberg hindeuten. Vor allem die niedrigen Temperaturen und Frost könnten dann, so Jung weiter, für ein „größeres Verkehrschaos auf höher gelegenen Straßen und Autobahnen“ sorgen. „Es sind mehrere kleine Tiefs unterwegs und die machen das ganze etwas unberechenbar“, so Dominik Jung am Mittwoch.

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