SPD-Kanzlerkandidat Scholz - Strandkorbgespräch
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Olaf Scholz, Kanzlerkandidat und Spitzenkandidat der SPD, antwortet auf Fragen von Bürgern.

Scholz wirbt in Vorpommern für sich und Corona-Impfungen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz startet eine zweitägige Wahlkampftour durch Mecklenburg-Vorpommern im Osten des Landes. Dabei wirbt er nicht nur für sich und die SPD.

Ueckermünde/Anklam/Stralsund - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat am Samstag im Osten Mecklenburg-Vorpommerns für sich, die SPD und Corona-Impfungen geworben. Bei Wahlkampfveranstaltungen in Ueckermünde, Anklam und Stralsund stellte er wiederholt den sozialen Zusammenhalt in den Fokus.

Dazu gehöre auch die Frage der Löhne. Viele Menschen verdienten „sehr, sehr wenig“. Er erneuerte die Forderung nach einem Mindestlohn von zwölf Euro. Das würde Scholz zufolge eine Gehaltserhöhung für zehn Millionen Bürger bedeuten. Viele, die davon profitieren würden, lebten im Osten, sagte Scholz. Laut Scholz kann der Osten Deutschlands von bevorstehenden Umbrüchen profitieren. „Wir werden fast eine zweite industrielle Revolution haben.“ Er verwies auf die Umstellung auf erneuerbare Energien. Der Staat müsse dafür Voraussetzungen schaffen.

Scholz warb wiederholt dafür, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. „Ich bitte alle, sich zu überzeugen und ihre Freunde und Nachbarn auch zu überzeugen.“ Zu einer möglichen Kostenpflicht für Corona-Tests sagte er: „Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt.“ Das gelte nicht etwa für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und auch nicht für junge Menschen, für die die Impfung derzeit nicht empfohlen wird. „Aber für alle anderen muss dann irgendwann in ein paar Wochen gelten, dass sie die Tests dann selber bezahlen müssen“, sagte er.

Nach aktuellen Umfragen hat Scholz den Unions-Kandidaten Armin Laschet (CDU) in der Wählergunst überholt und führt. Scholz zeigte sich von dem Zutrauen bewegt. „Das ist ja ein großes und sehr verantwortungsvolles Amt und viele sagen, der kann das, dann ist das auch etwas, was mich bewegt.“

Der Kanzler oder die Kanzlerin wird in Deutschland allerdings nicht direkt gewählt. Stattdessen stehen bei der Bundestagswahl am 26. September Parteien auf dem Stimmzettel. Bei den Parteien liegt die Union in den Umfragen weiter in der Wählergunst vorn. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet.

Am Montag will Scholz seine Wahlkampftour in Mecklenburg fortsetzen. dpa

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