Drittes Leinwandabenteuer für die Sieben Zwerge

Leinwand-Comeback für die Sieben Zwerge

München - Im animierten Märchenfilm müssen die kleinen Helden ein kniffliges Abenteuer bestehen: Prinzessin Rose ist mit dem gesamten Hofstaat in einen hundertjährigen Schlaf gefallen. Die Kritik zu "Der 7bte Zwerg":

Prinzessin Rose wird 18 Jahre alt. Alle Untertanen im Märchenreich ihres Vaters freuen sich darauf, denn die Volljährigkeit beendet den Fluch der bösen Eisfee Dellamorta, die das Kind bei der Geburt verwünscht hatte. Doch Dellamorta (herrlich gesprochen von Nina Hagen) schleicht sich auf die Geburtstagsparty der Prinzessin. Die Katastrophe, bei der alle Gäste bis auf die Sieben Zwerge vereist werden, löst allerdings der siebte Zwerg Bubi aus. Ehrensache, dass die Zwerge nun für das große Enteisen sorgen müssen.

Nach zwei Realverfilmungen mit der Truppe rund um Komiker Otto Waalkes präsentieren sich die Zipfelmützenträger in „Der 7bte Zwerg“ als flott gestaltete Computeranimationen. Vermutlich fühlten sich Waalkes und seine Blödelkumpane wie Martin Schneider, Mirco Nontschew, Gustav Peter Wöhler und Ralf Schmitz mittlerweile zu alt für die Heldenrolle. Positive Nebenwirkung ist, dass die nervigen Kalauer und das ständige Gehampel der Zwergendarsteller wegfallen. Außerdem lassen sich Spezialeffekte wirkungsvoller einsetzen. Die animierten Winzlinge sind jetzt deutlich kindgerechter.

Zielten die ersten beiden Realfilme auch auf ein erwachsenes Publikum, werden sich für „Der 7bte Zwerg“ wohl nur noch Kinder bis maximal zwölf Jahren begeistern lassen (FSK 0). Doch die vielen gelungenen Gags entlocken auch längst volljährigen Begleitpersonen noch ein paar Lacher. (In München: Royal, Münchner Freiheit, Cadillac, Rio, Museum Lichtspiele.)

„Der 7bte Zwerg“

Regie: Boris Aljinovic und Harald Siepermann

Dieser Film könnte Ihnen und Ihren Kindern gefallen, wenn Sie „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“ mochten.

von Ulrike Frick

Rubriklistenbild: © Warner Bros. Pictures

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