Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik: So hat 1860 hat entschieden

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Abschied im Fluss

- "Wir haben die Schnauze voll", so schreien sie auf einer Berliner Studentendemo, in deren Trubel Jason Bourne seine Verfolger vom FBI wieder einmal alt aussehen lässt. Die deutsche Hauptstadt ist eine der Stationen beim Metropolen-Hopping, mit von der Partie ist Matt Damon alias Jason Bourne. Unter dem Namen "Die Bourne Verschwörung" geht es außerdem nach Rom, Moskau und New York.

<P>Rund um die Welt in Höchstgeschwindigkeit, und der Zuschauer ist mittendrin. In der deutschen Demo, im russischen Winter, zwischen korrupten Ölmilliardären oder im indischen Goa, wo der Film beginnt und wo er seine stärkste Szene hat.</P><P>"Die Bourne Verschwörung" ist die Fortsetzung zur "Bourne Identität". Paul Greengrass hat Teil zwei inszeniert, und mit einem Rückblick, mit Erinnerungsblitzen, traumatischen Augenblicken der Vergangenheit setzt sein Film ein. Jason Bourne, der Mann ohne Gedächtnis, immer noch auf der Suche nach seiner Identität, hat sich mit Marie (Franka Potente) nach Goa zurückgezogen. Ein russischer Killer ist ihm auf den Fersen und treibt ihn hinaus in die weite Welt und in eine Geheimdienst-Verschwörung.</P><P>Greengrass tritt das Gaspedal durch bis zum Anschlag. Die Handlung verlangt das natürlich, eine Geschichte vom verfolgten Verfolger, eine doppelte Jagd somit. Ein derart beschleunigtes Werk gab es bislang kaum im Kino. Der Film liefert eine zweistündige Verfolgungsjagd in einer Schnittgeschwindigkeit, die es gelegentlich nicht mehr erlaubt, überhaupt etwas wahrzunehmen.</P><P>Ein einziges Bild bleibt in Erinnerung. Der einzige Moment, in dem Greengrass dem Zuschauer, dem Film und wahrscheinlich auch sich selbst Ruhe gönnt. Wenn sich Matt Damon von Franka Potente verabschiedet, unter Wasser, wenn die beiden schwerelos in einem Fluss bei Goa schweben. Vielleicht fünf Sekunden, die aber wirken wie eine Ewigkeit. Ein toller Kinomoment, viel wird in diesem hermetischen Augenblick erzählt. Davon, wie schnell man sich von einem Menschen verabschieden kann, den man mal geliebt hat, oder auch, wie schnell sich Hollywood von deutschen Schauspielern verabschieden kann, die es mal gebraucht hat.</P><P>"Die Bourne Verschwörung"<BR>mit Matt Damon, Franka Potente, Joan Allen<BR>Regie: Paul Greengrass<BR>Erträglich </P>

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