Actionfilm mit banaler Moral

- Der 11. September 2001 hat wieder einmal gezeigt, wer die wahren Helden Amerikas sind: die Feuerwehrmänner. Diejenigen, die unter tödlichen Gefahren ihre Arbeit verrichten, und die, wie dieser Tag auf grausame Weise bewies, keineswegs unsterblich sind. Derlei gab's nur im Kino. Höchste Zeit also, dass dieses heroische Filmbild nun revidiert und der Realität angepasst wurde. Deswegen wird bei "Im Feuer" viel gestorben und getrauert, aber immer mit der honigsüß-verlogenen Botschaft, dass auch dieser und jener Tod eines vier- oder fünffachen Vaters nicht umsonst war.

<P>Die Handlung rankt sich um Feuerwehrmann Jack Morrison (Joaquin Phoenix) von der Einheit 49 in Baltimore. Wie so oft wird er mit seinen Mannen zu einem Großbrand gerufen, wie so oft gilt es, in letzter Sekunde Menschen zu retten. Das geht auch alles gut, aber plötzlich ist Jack in dem brennenden Hochhaus eingeschlossen und denkt, umgeben vom flammenden Inferno, über sein Leben nach.<BR><BR>In Rückblicken erzählt Regisseur Jay Russell dann den Aufstieg des tapferen Jack zum Helden der Einheit und zum glücklichen Familienoberhaupt, während sich Freund Mike (John Travolta) von draußen eifrig um die schier aussichtslose Rettung seines besten Mannes bemüht. Es brennt, lodert, qualmt und dampft, dass jeder Pyromane seine heiße Freude daran hätte. Damit ist Jay Russells inszenatorisches Gespür jedoch auch schon erschöpft. Und die allzu banale Moral dürfte nur hart gesottene Fans des klassischen Actionfilms nicht bis in die Grundfesten erschüttern. </P><P>(In München: Mathäser, Autokino, Marmorhaus, Museum i.O.)<BR><BR>"Im Feuer"<BR>mit Joaquin Phoenix, John Travolta<BR>Regie: Jay Russell<BR>Erträglich </P>

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