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Diego mit dem Mammutpaar Elli und Manni.

Ice Age 3: Der Film zum Spiel

Die Evolution der Eichhörnchenratte ist zum Irrweg geworden:

Im ersten „Ice Age“-Film war Scrat noch jedermanns Liebling. Da war seine wortlose, existenziell verzweifelte Slapstick-Jagd nach der letzten Eiszeit-Eichel eine willkommene Abwechslung zur rührseligen Dramatik der Haupthandlung. In „Ice Age 3“ aber ist er nur noch ein (fast sogar störendes) Element unter zu vielen ähnlichen. Fast alles ist in diesem Film Slapstick-Action – wobei „Ice Age 3“ an einer Überpopulation an Nebenfiguren leidet.

Bilder aus dem Film

Neu im Kino: Ice Age 3

Weil er seine Existenz nur kommerzieller und nicht erzählerischer Notwendigkeit verdankt, kennt er als Überlebensstrategien nur Wiederholen und Wuchern. Alle beliebten Figuren sind wieder dabei, wieder müssen Mammut Manni, Faultier Sid plus Konsorten Familien und Freundschaften retten. Und bekommen mit dem einäugigen, heldenhaften Guerilla-Wiesel Buck einen Gefährten mehr. Die begehrte Eichel kriegt diesmal Konkurrenz von einem weiblichen Ur-Hörnchen. Dafür nimmt man Scrat die lebensfeindliche Umwelt, die der ganze Antrieb der Figur war. Der Film führt in ein unterirdisches Dinosaurier- Paradies – eine pure Fantasie- Welt, die wie von den Designern des unvermeidlichen Videospiels zum Film entworfen scheint. Nicht, dass man das hohle Pathos aus dem ersten Teil vermisst. Und als bloße Ansammlung von Gags funktioniert „Ice Age 3“ schon hinreichend. Aber im Vergleich mit den jüngsten Meisterwerken der Fressfeinde von Pixar – „Ratatouille“, „Wall-E“ und „Up - Oben“ ( Start 17.9.) –, die in jeder Sekunde, jedem Detail Humor, Ausdruck, Originalität und vor allem wahre Emotion vereinen, wirkt diese Fox-Produktion arg dinosaurierhaft.

Thomas Willmann

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