Schockierendes Kinodebüt "Los Angeles"

„Los Angeles“ von Damian John Harper ist ein rauer Film über mexikanische Gangs. Schon die erste Szene ist schockierend. Hier sehen Sie den Kinotrailer.

Schon die erste Einstellung schockiert: Das Bild bleibt schwarz. Man hört nur, wie ein junger Mann zusammengeschlagen wird. Der 17-Jährige, von dem man später erfahren wird, dass er Mateo heißt, besteht das Aufnahmeritual einer mexikanischen Gang. Kurz darauf erklärt er seinem jüngeren Bruder bei der Arbeit auf dem kargen Acker der Familie, warum er unbedingt Mitglied einer Bande werden wollte. Die Gang soll ihm bei der Flucht in die USA helfen.

Damian John Harpers Kinodebüt „Los Angeles“ ist ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Film. Visuell rau und ungekünstelt, aber oft künstlerisch anmutend. Der Amerikaner, der an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film studierte, kennt sich aus in dem Milieu. Das Land Mexiko ist ihm vertraut und so schafft er mit der Kamera immer wieder Momente irritierender Nähe. Die wechseln sich ab mit betont unbeteiligten Blicken aus größter Distanz.

Als Darsteller rekrutierte Harper vorwiegend Laiendarsteller. Die Handkamera wackelt sich durch düstere, schlecht ausgeleuchtete und dadurch latent bedrohliche Szenen. Kein leicht konsumierbarer Film. Doch den Namen Harper muss man sich merken.

Ulricke Frick

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