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"Annabelle 2"

Kinostart

„Annabelle 2“: Geisterbahnfahrt für Schnarchnasen

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David F. Sandbergs „Annabelle 2“ ist ein Film von spektakulärer Überflüssigkeit.

München - Jetzt hat man an die Vorgeschichte zum Ableger einer minder originellen Horrorfilm-Reihe wirklich keine übermäßigen Ansprüche. Aber wenn schon vom Vorleben der gruseligen Kinderpuppe aus „Conjuring“ erzählt werden muss – wären dann wenigstens Erklärungen zu deren garstigem Aussehen, zum Ursprung ihrer Verfluchtheit zu viel verlangt? Statt einfach bloß: Sie wird halt so geschnitzt und von irgendeiner bösen Macht besessen. Was „Annabelle 2“ immerhin bietet: ein stimmungsvolles Setting. Nämlich das abgelegene Privat-Waisenhaus eines um seine verunglückte Tochter trauernden Ehepaars.

Doch alles, was der Film anfangs an Atmosphäre aufbaut, als eine Gruppe Mädchen 1955 dort einzieht, das haut er plötzlich mit dem Schleudersitz raus. David Sandbergs „Lights out“ hatte bei aller zweifelhaften Pro-Suizid-Botschaft immerhin das insgeheime Thema „Depression“. Das hier aber ist ein Sammelsurium beliebiger, fader Geisterbahnschocks ohne innere Konsequenz, dass selbst seine Identifikationsfigur dauernd wechselt. Ein Film von spektakulärer Überflüssigkeit. Außer für Investoren – hat er doch bereits ein Vielfaches seines bescheidenen 15-Millionen-Dollar-Budgets eingespielt: Film-Ableger über die böse Nonne und den Crooked Man aus „Conjuring 2“ sind in Arbeit. 

„Annabelle 2“

mit Anthony LaPaglia

Regie: David F. Sandberg

Laufzeit: 109 Minuten

Unerträglich

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „The Conjuring“ mochten.

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