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Augsburger Puppenkiste verfilmt Weihnachtsgeschichte.

Premiere

Augsburger Puppenkiste bringt Weihnachtsgeschichte ins Kino

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Augsburg - Mit großem Aufwand hat die Augsburger Puppenkiste die Weihnachtsgeschichte verfilmt - auf ihre ganz eigene, charmant-witzige Art. Jetzt kommt die Marionetten-Saga in die Kinos. Sehen Sie hier den Trailer.

Mit Produktionen wie „Urmel aus dem Eis“ schrieb die Augsburger Puppenkiste einst einst deutsche Fernsehgeschichte. Jetzt zeigen mehr als 300 Kinos in Deutschland und Österreich an den vier Adventssonntagen sowie an Weihnachten in Kindervorstellungen die Weihnachtsgeschichte des berühmten Marionetten-Theaters. 

Das Stück ist nach Motiven aus dem Lukas- und dem Matthäus-Evangelium entstanden. Mehr als 20 Marionetten wurden dafür eigens geschnitzt, auch technisch war die Umsetzung einer Inszenierung von Puppenkistenchef Klaus Marschall für die Leinwand aufwändig.

Erzählt wird die Weihnachtsgeschichte in der Augsburger Version aus der Sicht des Esels von Maria und Josef. Die Figuren sprechen unterschiedliche Dialekte, so wurde aus König Melchior ein Österreicher, Erzengel Gabriel hat sprachlich einen jiddischen Einschlag. „Die Figuren sprechen unterschiedliche Dialekte, weil sie aus unterschiedlichen Teilen der Welt kommen“, erklärt Marschall. „Gerade die drei Weisen aus dem Morgenland sind aus vielen Ländern zusammengewürfelt. Es war uns wichtig, das in der Geschichte rüberzubringen.“

Passend dazu erklingt im Soundtrack jüdische Klezmermusik. „Es geht mit darum, die Weihnachtsgeschichte in ihr Ursprungsland zurückzubringen und dazu passt gerade jüdische Musik sehr gut“, so Marschall.

„Kein echter Kinofilm“ - keine Filmförderung

Die Filmförderung hat das Projekt allerdings nicht unterstützt. Der Gesamtetat liegt nach Angaben von Produzent Fred Steinbach bei etwa 250 000 Euro. Er hatte gehofft, 40 000 Euro als Förderung zu erhalten. „Für Filmverhältnisse ist das ein kleiner Betrag“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Doch der Antrag wurde abgelehnt.

Laut dem Produzenten war die offizielle Begründung der Ablehnung, dass es sich um keinen richtigen Film handele. „Das stimmt, es ist ein abgefilmtes Theaterstück“, sagte Steinbach. Auf den Kinoplakaten steht nun der „FFF Bayern“ neben den anderen Sponsoren, obwohl keine Mittel geflossen sind. Die Plakate seien bereits vor der Ablehnung gedruckt worden, erklärte Steinbach.

Eine Sprecherin der Filmförderung gab zu dem Antrag keine Stellungnahme ab. Aus Datenschutzgründen könne sich der FFF nicht äußern, sagte sie. In der Vergangenheit seien allerdings Projekte der Augsburger Puppenkiste gefördert worden.

dpa/hn

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