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Schauspieler Sacha Baron Cohen (rechts in der Rolle als kasachischer Reporter Borat), wird den 2006 hingerich teten irakischen Diktator Saddam Hussein verkörpern.

Aus "Borat" wird Saddam Hussein

Los Angeles - Sacha Baron Cohen bleibt seinem Hang zu bizarren Rollen treu. Nach “Borat“ und “Brüno“ will der Engländer als nächstes Saddam Hussein spielen.

Baron Cohen plant eine Verfilmung des Buches “Zabiba und der König, eine Liebesgeschichte“, das der Diktator im Jahr 2000 veröffentlicht hat. Als Kinostart nannte Paramount Pictures am Freitag (Ortszeit) in Los Angeles den 11. Mai - allerdings nächsten Jahres.

Das Buch wurde nach Ansicht der CIA zwar wohl von anonymen Helfern geschrieben, aber nach Saddams Idee und unter seiner Aufsicht. Es handelt von einer jungen Frau aus Tikrit - nicht ganz zufällig Saddams Heimatort -, die ständig von ihrem Mann geschlagen und vergewaltigt wird und Zuflucht bei einem weisen König findet.

Die Allegorie war vom Diktator gewollt: Zabiba sollte das irakische Volk darstellen, im weisen und gütigen König sah sich Saddam selbst. Der vergewaltigende Ehemann, der Zabiba wieder und wieder Leid antat, stand natürlich für die USA und den Westen.

Baron Cohens Version des Buches “erzählt die heldenhafte Geschichte eines Diktators, der sein Leben riskiert um das Schicksal der Demokratie seinem Land zu ersparen, dass er so liebevoll unterdrückt“, hieß es von Paramount.

“Der Diktator“ soll von Larry Charles verfilmt werden. Der 54 Jahre alte ehemalige “Seinfeld“- Regisseur hatte mit Baron Cohen schon “Borat“ und “Brüno“ gedreht. In beiden Filmen nimmt der 39-Jährige, einmal als kasachischer Reporter, einmal als schwuler österreichischer Modejournalist, Rassismus, Intoleranz und Oberflächlichkeit seiner Mitmenschen aufs Korn. Die vermeintlichen Dokumentationen laufen allerdings zum großen Teil nach Drehbuch ab.

dpa

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