54. Berlinale mit Bürgerkriegsdrama "Cold Mountain" eröffnet

- Berlin - Der Hollywoodfilm "Unterwegs nach Cold Mountain" mit Nicole Kidman in der Hauptrolle hat am Donnerstagabend die 54. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Ein bisschen weniger glamourös als sonst ging es dabei auf dem roten Teppich vor dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz zu. Kidman hatte ihre Teilnahme an dem Festival ebenso abgesagt wie ihr Filmpartner Jude Law.

Wie der Produzent des Eröffnungsfilms, Harvey Weinstein, sagte, muss Kidman aus familiären Gründen in Australien bleiben. Law drehe gerade einen Film und man habe versucht, ihn "für einen Tag aus der Produktion herauszukaufen". Das habe jedoch nicht geklappt. So musste vor allem Regisseur Anthony Minghella ("Der englische Patient") den Fans zuwinken. Kidman und Law spielen in dem Film nach einem Roman von Charles Frazier ein Liebespaar in den Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs.<P>Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) rief in ihrem Grußwort zur Eröffnung der Berlinale die Filmemacher dazu auf, sich auf "das Risiko einer eigensinnigen Geschichte" einzulassen. Es sei schön, "wenn Filmemacher aus den Vereinigten Staaten und anderswo sich für Europa interessieren und dabei nicht nur den Markt vor Augen haben".</P><P>Bis zum 15. Februar zeigt die Berlinale rund 400 Filme aus aller Welt, weitere 400 Werke stellt der kommerzielle European Film Market für Filmeinkäufer vor. Im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären gehen 23 Filme ins Rennen. Stark vertreten sind dabei Filmemacher aus den USA mit insgesamt vier Beiträgen. Frankreich ist mit drei Filmen dabei, unter anderem mit den neuen Werken von Eric Rohmer und Patrice Leconte.</P><P>Deutschland geht mit Filmen von Romuald Karmakar ("Die Nacht singt ihre Lieder") und Fatih Akin ("Gegen die Wand") an den Start. Stars wie Juliette Binoche, Carole Bouquet, Robin Williams und Ethan Hawke haben ihr Kommen angekündigt. Jack Nicholson und Diane Keaton, die am Wochenende erwartet werden, wollen die außer Konkurrenz laufende Liebeskomödie "Was das Herz begehrt" vorstellen.</P><P>Den diesjährigen Ehrenbären für ein Lebenswerk erhält der argentinische Regisseur Fernando Solanas. Die Berlinale- Retrospektive widmet sich unter dem Titel "New Hollywood 1967-1976. Trouble in Wonderland" der jüngeren amerikanischen Filmgeschichte.</P><P>Durch die Eröffnungsgala führten Harald-Schmidt-Nachfolgerin Anke Engelke und der Festivalchef Dieter Kosslick. Dabei wurde auch die internationale Berlinale-Jury vorgestellt, deren Präsidentin in diesem Jahr die amerikanische Oscar-Gewinnerin Frances McDormand ist.</P><P>Kosslick musste kurz vor dem Start des neben Cannes und Venedig wichtigsten Filmfestivals der Welt unter anderem auch die Absage von US-Schauspieler Nick Nolte hinnehmen. Die Vorverlegung der diesjährigen Oscar-Verleihung auf Ende Februar veranlasste offenbar einige Hollywoodgrößen auf den Auftritt in Europa zu verzichten und lieber das amerikanische Publikum zu umwerben.</P><P>@ www.berlinale.de</P>

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