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Ein deutscher Kurzfilm wurde bei den Festspielen in Cannes ausgezeichnet.

Freude bei Regisseurin Belova

Berliner Kurzfilm in Cannes ausgezeichnet

Cannes -  Der deutsche Beitrag „Komm und Spiel“ ist in Cannes in einer Nebenreihe des Festivals als bester Kurzfilm ausgezeichnet worden. Die Regisseurin ist an der Berliner Filmakadamie.

Regisseurin Daria Belova, Studentin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), erhielt in der Sektion Semaine de la critique den Preis für die beste Neuentdeckung.

Ihr 30-minütiges Werk wurde in Schwarz-Weiß gedreht. Es erzählt von dem Jungen Grisha, der in Berlin mit einem Stock Krieg spielt - bis auf einmal Bilder der Gegenwart mit denen aus dem Zweiten Weltkrieg verschmelzen.

Der Hauptpreis der Nebenreihe ging an den Spielfilm „Salvo“ der Italiener Fabio Grassadonia und Antonio Piazza. Im Mittelpunkt steht ein Killer der sizilianischen Mafia. Die Goldene Palme des Haupt-Wettbewerbs wird am Sonntag verliehen.

„Komm und Spiel“ war einer der wenigen deutschen Beiträge beim diesjährigen Filmfest Cannes. Belova (30) wurde im russischen St. Petersburg geboren und ist seit 2008 an der DFFB in Berlin.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa hatte Belova erzählt, dass „die Geister der Vergangenheit in Berlin“ noch präsent seien. „Ich finde, von Berlin geht ein ganz besonderes Gefühl aus: Die Vergangenheit bleibt und ist spürbar. Einige Häuser haben noch immer Einschusslöcher, bestimmte Straßennamen rufen Erinnerungen an den Krieg und bestimmte Ereignisse wach“, sagte die 30-Jährige. Diese Vergangenheit verschmelze mit der Gegenwart.

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