Bissige Politsatire

- Gene Hackman, einer der ganz Großen unter den Hollywood-Stars, hat mittlerweile alles gespielt. Auch als US-Präsident hat man ihn schon gesehen, doch wie in so ziemlich jeder anderen Rolle, ist es auch diesmal wieder ein großes Vergnügen, ihm zuzuschauen - allein dieser Darsteller ist schon das Eintrittsgeld wert.

<P>Die Ausgangssituation in Donald Petries Komödie "Welcome to Mooseport" ist denkbar simpel: Ex-Präsident Monroe Cole setzt sich auf seine alten Tage in dem Ostküstenstädtchen Mooseport zur Ruhe. Doch mit der ist es schnell vorbei, als die dortigen Einwohner ihrem illustren Neubürger ein politisches Amt antragen und ihn zum Bürgermeister machen wollen. Nach kurzem Zögern nimmt Cole an, auch weil er Sally beeindrucken will, die örtliche Tierärztin, in die er sich verguckt hat. Dummerweise führt gerade das zur Gegenkandidatur des Klempners Handy Harrison, eines langjährigen Freundes von Sally (Sitcom-Star Ray Romano). Nachdem der bekannte Politiker zunächst als klarer Favorit ins Rennen geht, steigen mit der Zeit die Chancen des Klempners und die Abneigung mancher Einwohner gegen den zugereisten Promi.<BR><BR>Ansatzweise ist "Welcome to Mooseport" eine bissige Politsatire. Doch leider hält Regisseur Donald Petrie den dafür nötigen Ton nicht wirklich durch. Vor allem macht er sich stattdessen über die provinziellen Einheimischen lustig, daneben gibt es auch ein paar nicht gerade subtile und etwas boshafte Anspielungen auf Bill Clinton. Witze über Bush und die derzeitige Administration sucht man dagegen vergebens.<BR><BR>(In München: Mathäser.)<BR><BR>"Willkommen in Mooseport"<BR>mit Gene Hackman, Ray Romano<BR>Regie: Donald Petrie<BR>Annehmbar <BR></P>

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