"Borat" bleibt an der Spitze der Kinocharts

- Hamburg/New York - Die rassistischen oder schwulenfeindlichen Sprüche von "Borat"" bleiben in Deutschland und den USA der Hit. Auch am zweiten Spielwochenende belegte der britische Filmsatiriker Sacha Baron Cohen, der in der Rolle des hinterwäldlerischen kasachischen Reporters Borat quer durch die USA reist, weiter den ersten Platz der Kinocharts. Filmbericht: Borat von Passanten verprügelt

In den USA spielte der Film mit 29 Millionen Dollar sogar noch mehr Geld ein als am Startwochenende (26,4 Millionen). Dabei ist der Streifen vor allem als Gesellschaftskritik an den Vereinigten Staaten gedacht. In Interviews mit amerikanischen Bürgern entlockt Borat realen Amerikanern massive Vorurteile und entlarvt so deren Denkweise. Nach zwei Studenten haben laut US-Medienberichten jetzt weitere Amerikaner, die in dem Film gezeigt werden, den Filmemachern vorgehalten, von diesen hintergangen worden zu sein.

 Filmbericht: Borat von Passanten verprügelt

Auf dem zweiten Platz der deutschen Charts kann sich nach Angaben der Cinemaxx-Kinos weiterhin die schräge Märchenfilm-Fortsetzung "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" behaupten. Platz drei belegt die neue Komödie "Jagdfieber". Unter der Regie von Rogers Allers ("Der König der Löwen") und Jill Culton (Drehbuch zu "Die Monster AG") geht es in dem computeranimierten Film um Überlebensinstinkte von Wildtieren, um spätes Erwachsenwerden und um den Wert der Freundschaft.

"Der Teufel trägt Prada" mit Meryl Streep als zickige Chefin einer Mode-Zeitschrift sackte um eine Position auf Platz vier, gefolgt von dem Neueinsteiger "Ein gutes Jahr". In der romantischen Komödie spielt Oscar-Preisträger Russell Crowe einen eigensinnigen und oberflächlichen Finanzhai, der in der französischen Provence ein Weingut erbt und zu den wahren Werten im Leben zurück findet.

Nicht mehr unter den ersten fünf Plätzen finden sich Sönke Wortmanns WM-Film "Deutschland. Ein Sommermärchen" sowie Tom Tykwers Literaturverfilmung "Das Parfum".

Die deutschen Kino-Besucherzahlen wurden vom 9. bis 11. November in 339 Sälen der Cinemaxx-Kinos mit insgesamt rund 89 000 Plätzen ermittelt.

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