Ich brauche seine Millionen

- Scheidung als Fortsetzung des Geschlechterkrieges mit anderen Mitteln hat Hollywood oft zu Komödien inspiriert. "Mann umständehalber abzugeben!" variiert das Genre um eine zynische Pointe: Hier dreht sich tatsächlich alles ums Geld. Denn Sara Moore (Elizabeth Hurley) hat nur einen Gedanken, als sie erfährt, dass sich ihr Mann scheiden lassen möchte - sie will an seine Millionen.

<P>Helfen soll dabei Joe Tyler (Matthew Perry), der sein Geld damit verdient, unliebsame Dokumente _ etwa Scheidungspapiere - persönlich zuzustellen. Auch Sara hat er die ensprechenden Dokumente ihres Mannes gebracht, aber sie überredet Joe dazu, das zu verschweigen. Eine juristische Eigenheit räumt ihr nämlich die Hälfte des ehelichen Vermögens ein, wenn sie zuerst die Scheidung einreicht.</P><P>Diese Grundkonstellation inspiriert Regisseur Reginald Hudlin zu platten Gags über Männer, Frauen und den Wahnsinn dazwischen. Dabei geht es mitunter reichlich abgeschmackt zu, und der Tonfall ist selbst bei Wohlwollen bestenfalls als rüde zu bezeichnen. Mehr als einmal wildert der Film in den Gefilden des Fäkalhumors und kommt ohne eine einzige originelle Idee aus.</P><P>Dasgrößte Problem an diesem Streifen ist nicht einmal die schludrige Inszenierung, sondern die Besetzung. Die sprichwörtliche Chemie zwischen den Hauptdarstellern ist nicht festzustellen. Während Matthew Perry immerhin ein gewisses komisches Talent und Gespür für Timing erkennen lässt, ist bei Gelegenheitsaktrice Elizabeth Hurley die blanke Hilflosigkeit vor der Kamera zu beobachten.</P><P>In gewisser Hinsicht wird man Zeuge einer Tragödie: Ein Model und ein Fernsehschauspieler kämpfen vergeblich um ihre Würde. (In München: Marmorhaus, Museum.) </P><P>"Mann umständehalber abzugeben!"<BR>mit Elizabeth Hurley, Matthew<BR>Perry, Bruce Campbell<BR>Regie: Reginald Hudlin<BR>Unerträglich </P><P> </P>

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